Impfung gegen die Blauzungenkrankheit erfolgreich

14. September 2008

Impfung gegen die Blauzungenkrankheit erfolgreich. Zufrieden über den bisherigen Verlauf der Impfung gegen die
Blauzungenkrankheit hat sich der Staatssekretär im
Bundeslandwirtschaftsministerium, Gert Lindemann, geäußert.

©lantapix/Adobe Stock

„Wir haben
wirksame Impfstoffe, die von den Tieren gut vertragen werden, wir kommen bei der Zahl der Impfungen gut voran und wir sehen einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Neuausbrüche“, sagte Lindemann vergangene Woche in Berlin. Seinen
Angaben zufolge sind seit Beginn der Impfkampagne am 20. Mai 2008 rund 17
Millionen Impfdosen an Rinder sowie rund 3 Millionen an Schafe und Ziegen
verimpft worden. Bereits nach drei Monaten habe man damit 70 % der zu impfenden
Rinder und fast 90 % der zu impfenden Schafe und Ziegen erreicht. Die
angestrebte flächendeckende Impfung der Tiere sei bereits sehr weit
fortgeschritten, erklärte der Staatssekretär. Er erinnerte daran, dass die
Wirksamkeit der Impfstoffe in einer Feldstudie unter wissenschaftlicher
Begleitung des Friedrich-Loeffler Instituts (FLI) getestet worden sei. Die
Ergebnisse aus dieserStudie belegten eine hohe Wirksamkeit der Impfstoffe. Vor
diesem Hintergrund sei davon auszugehen, dass ein weitreichender Grad an
Immunisierung erreicht werden könne. Der Rückgang bei der Zahl der
Neuerkrankungen in diesem Jahr sei jedenfalls deutlich erkennbar. Dem
Staatssekretär zufolge ist 2007 in mehr als 20.000 Betrieben die
Blauzungenkrankheit festgestellt worden, in diesem Jahr sind dagegen bislang
lediglich 1.000 Neuausbrüche zu verzeichnen. Befürchtungen hinsichtlich einer
Schädlichkeit der Impfstoffe für die Tiere hält Lindemann für unbegründet.
Die bislang vorliegenden Daten zeigten, dass die Impfstoffe für die Tiere
unschädlich seien. Nur wenige der geimpften Tiere wiesen Schwellungen an der
Injektionsstelle oder eine erhöhte Körpertemperatur auf. Todesfälle und
Aborte seien gleichfalls sehr selten. Beides liege im üblichen Rahmen bei
Impfungen. In Niedersachsen bietet sich ein leicht anderes Bild. Die
Küstenregion beiderseits der Weser ist in diesem Jahr am stärksten betroffen,
dieses gilt auch im Bundesvergleich. Die meisten der aktuell rd. 760 Fälle in
Niedersachsen entfallen auf diese Region. Die Aktivität der Überträgermücke
hat in diesem Jahr früher eingesetzt und die notwendige zweite Impfung bei
Rindern konnte noch nicht überall flächendeckend durchgeführt werden.
Inzwischen sind schätzungsweise 70 % der Rinder doppelt geimpft.

AgE/LVN

 

Ansprechpartner für diesen Bereich

Harry Fritsch
Dipl.-Ing. agr. Qualitäts- und Umweltberatung
Hannover
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