MHD – Drei Buchstaben mit verschwenderischen Folgen

Das Mindesthaltbarkeitsdatum wird oft mit einem Verfallsdatum verwechselt

18. September 2020

Ca. elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen in Deutschland pro Jahr im Müll. Woran man erkennt, ob Milch und Milchprodukte auch nach Ablauf des MHDs noch genießbar sind, erklärt Harry Fritsch.

Uns geht’s gut, großen Teilen sogar viel zu gut. Anders lässt sich sonst kaum erklären, warum hier in Deutschland so viele Lebensmittel im Müll landen. 55 Kilo pro Einwohner! Dabei sind viele dieser Lebensmittel noch ohne Weiteres genießbar. Darauf will auch die bundesweite Aktionswoche Zu gut für die Tonne (22. bis 29.09.2020) aufmerksam machen.

Jeder Einzelne kann etwas tun! Harry Fritsch, zuständig für Umwelt- und Qualitätsfragen bei der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen. Foto: LVN

Hört mal rein!

Passend zur Aktionswoche bietet die LVN Radiosendern einen Beitrag zum Thema „MHD – Drei Buchstaben mit verschwenderischen Folgen“ an. Harry Fritsch, zuständig weist die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) erklärt u. a., woran man erkennt, ob Milch und Milchprodukte auch nach Ablauf des MHDs noch genießbar sind. „MHD bedeutet nur, dass der Hersteller bis zu diesem Zeitpunkt dafür garantiert, dass sein Produkt unter Einhaltung der Transport-/ Lagerbedingungen einwandfrei ist. Und trotzdem greifen dann leider viele im Supermarkt zu dem Produkt mit dem längsten MHD, ganz egal, ob sie zum Beispiel den Joghurt eigentlich sowieso gleich essen wollen. Aber ein Joghurt mit MHD zwei Wochen ist genauso gut wie ein Joghurt mit MHD eine Woche. Dieses Verhalten erschwert dann aber dem Handel die Logistik, er bleibt auf Produkten mit abgelaufenem MHD sitzen und die müssen dann entsorgt werden.“

Wissenswerte Infos rund um das Thema MHD gibt es „hier“ auf unserer Homepage. Wenn ihr bestimmte Lebensmittel verwerten möchtet, könnt ihr auch in unserer Resteverwertung nach Rezepten für genau diese Lebensmittel suchen. Einfach mal ausprobieren!

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