Schnittkäse rege nachgefragt

Bestände in den Reifelagern teils weiter zurückgegangen

21. Februar 2020

Mitte Februar hat sich die rege Nachfrage nach Schnittkäse fortgesetzt. Der Absatz fiel damit weiterhin für die Jahreszeit ungewöhnlich hoch aus. Im Inland floss die Ware in allen Kanälen zügig ab.

Im Lebensmitteleinzelhandel bestand, auch im Zuge von Aktionen, umfangreicher Bedarf. Gleichzeitig orderten der GV-Bereich und die Industrie rege ihre Ware aus den bestehenden Kontrakten. Im Export gingen die Abrufe aus anderen EU-Staaten wie auch aus Drittländern in geplantem Umfang ein. Vor diesem Hintergrund waren die Hersteller mit dem Absatz an Schnittkäse sehr zufrieden.

Im Zuge des hohen Warenabflusses sind die Bestände in den Reifelagern zuletzt teils weiter zurückgegangen. Die Hersteller beschrieben die auslieferungsfähige Ware als für die Jahreszeit unterdurchschnittlich und vergleichsweise jung. Und das, obwohl das Ostergeschäft, in dem noch mit einer weitere Belebung der Bestellungen gerechnet wird, noch gar nicht begonnen hat.

Preislich stellte sich die Situation Mitte Februar weiterhin insgesamt stabil dar. Bei der Notierung für Schnittkäse in Hannover wurden am 19.02.20 für Blockware mit 3,10 bis 3,40 EUR/kg und für Brotware mit 3,10 bis 3,30 EUR/kg im Tagespreis unveränderte Spannen ausgewiesen.

Nach vorne sind die Rahmenbedingungen, in Form der regen Nachfrage bei gleichzeitig begrenztem Angebot, weiter aus Herstellersicht positiv. Im Zuge dessen fordern sie in den Verhandlungen für die kommenden Monate höhere Preise. Auf der Käuferseite zeigte sich diesbezüglich zuletzt aber eine abwartende Haltung. Der Ausbruch des Coronavirus in China und dessen bislang nicht greifbaren Folgen für den gesamten Milchmarkt sorgte für Unsicherheiten bei den Marktteilnehmern, obwohl Lieferungen von europäischem Käse nach China im gesamten Drittlandgeschäft der EU nur einen sehr geringen Teil ausmachen.

AMI

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