Die Situation der Betriebe

Für die Milchwirtschaft: Zukunftssicher Milch erzeugen

Pro Kilogramm Milch erhält der Landwirt von seiner Molkerei eine bestimmte Summe Geld – den sogenannten Milchpreis oder Auszahlungspreis. Der Milchpreis wird von vielen sich ständig verändernden Faktoren beeinflusst – unter anderem der Entwicklung am Weltmarkt. Daher wird er regelmäßig angepasst.

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Die Höhe des Milchpreises spielt eine wesentliche Rolle für den Gewinn und damit für die Zufriedenheit und Investitionsfreudigkeit der Milchbauern.

Die Milchpreise unterliegen starken Schwankungen – dies ist eine große Herausforderung für die Wirtschaftlichkeit der Milcherzeugerbetriebe. Foto: LVN

Im Wirtschaftsjahr 2013/14 lag der durchschnittliche Jahresgewinn eines milcherzeugenden Betriebs in Niedersachsen laut Angaben des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) bei 84.659 Euro. Als 2015 und 2016 der Milchpreis einbrach, fiel der durchschnittliche jährliche Betriebsgewinn auf 30.828 Euro im Wirtschaftsjahr 2014/15 und 30.634 Euro in 2015/16. Viele Bauern müssen allein vom Jahresgewinn aus der Milcherzeugung ihre Familie ernähren, Einkommensteuer, Kranken- und Unfallversicherung, Altersvorsorge und andere private Abgaben bezahlen. Landwirt Helmut aus dem Landkreis Gifhorn ließ die Situation der Betriebe von einem Wirtschaftsberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen anhand der dort gewonnenen Zahlen analysieren:

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Im nächsten Jahr erholte sich der Milchpreis wieder: Der durchschnittliche Gewinn stieg in 2016/17 auf 57.553 Euro und in 2017/18 auf 117.712 Euro. Danach fiel der Milchpreis wieder etwas ab. [Quelle BMEL]

Ob hoher oder niedriger Milchpreis: Die Kuhherde braucht jeden Tag die gleiche Menge Futter, gute Pflege und optimale Versorgung. Die landwirtschaftlichen Flächen müssen in jedem Jahr bestellt, Maschinen repariert und die Gebäude instandgehalten werden.

Die Aussichten am Milchmarkt können sich schnell drehen: Um dauerhaft am Markt bestehen zu können, müssen die Landwirte Strategien entwickeln, die auch in schwierigen Zeiten die Liquidität sicherstellen. Foto: Marco Grundt

Nachhaltige Milcherzeugung bedeutet aber nicht nur, den Betrieb funktionsfähig zu halten. Auch Rücklagen müssen gebildet werden und darüber hinaus muss in den Betrieb investiert werden, zum Beispiel um Gebäude, Anlagen und Technik zu modernisieren, zu erneuern oder erstmals zu erwerben. Im Zuge der Milchpreiskrise gingen die Investitionen der niedersächsischen Milchbauern deutlich zurück: Während die Nettoinvestitionen 2015/16 noch bei 184 Euro pro Hektar landwirtschaftlicher Fläche lagen, betrugen sie 2016/17 nur noch 135 Euro und 2017/18 137 Euro.

Ein neuer Kuhstall für mehr Tierwohl sowie für bessere Arbeitsbedingungen bei der Tierbetreuung und beim Melken kostet mehrere Tausend Euro pro Kuhplatz. Bei 100 Kühen können 300.000 Euro bis zu 1,2 Mio. Euro anfallen. Bilder vom Stallbau bei Landwirt Gerd aus der Grafschaft Bentheim – der fertige Stall ist hier zu sehen – machen die Dimensionen deutlich:

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Deutlich wird anhand der Beispiele der Einfluss des Milchpreises auf die nachhaltige Entwicklung der Betriebe. Verbesserungen für die Umwelt und das Tierwohl erfordern Investitionen, und die kann der Landwirt in der Regel nur tätigen, wenn der Milchpreis hoch genug ist und die Kostenstruktur im Betrieb stimmt.

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Ansprechpartner für diesen Bereich

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