2. Forum Gesundheit und Schule am 16. März 2010

2. Forum Gesundheit und Schule am 16. März 2010

Zu den Akteuren gehören die AOK, die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V., die Leuphana Universität Lüneburg, die Bertelsmann Stiftung sowie der Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover. Sie werden dabei vom Niedersächsischen Kultusministerium und vom Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung unterstützt. Ca.130 Pädagoginnen und Pädagogen kamen zur Tagung nach Hannover, um zu erfahren, wie die Schulen bei ihren Gesundheitsbemühungen Unterstützung erfahren können und wie entsprechende Qualität entwickelt wird.
Nach einer Eröffnung durch Rainer Ahlers von der AOK Niedersachsen und dem Grußwort von Jan ter Horst aus dem Kultusministerium erläuterte Prof. Dr. Klaus Hurrelmann von der Hertie School of Governance, Berlin, in seinem Vortrag „Gesunde Schulentwicklung braucht Unterstützung“ genau das. Die aus der PISA-Studie bekannt gewordenen Defizite lägen in erster Linie nicht bei den handelnden Personen – sprich Schülern und Lehrern – sondern vielmehr in der Schul- und Unterrichtsstruktur. Kognitives Lernen in der Schule ist durch soziale, psychische und körperliche Rahmenbedingungen beeinflusst. Infolgedessen ist die Gesundheit der Kinder eng mit der Qualität schulischer pädagogischer Arbeit verbunden. Laut Hurrelmann liegt der gemeinsame Nenner aller Ansätze für Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung in der Schule bei den zentralen Ausgangsfaktoren „Dystresse = negativer Stress“, Fehlernährung und Bewegungsmangel. Die meisten Probleme ließen sich über eine Beeinflussung des Bewältigungs-, Bewegungs- und Ernährungsverhaltens ansprechen und bearbeiten. Bei der Umsetzung der schulischen Gesundheitsförderung sei es nach Hurrelmann entscheidend, dass die vorhandenen Projekte zu festen Programmen in der Schule werden und deren Inhalte sich mit der Zeit zu einem festen Bestandteil des Schulalltags entwickeln. Der Weg zu einer „gesunden Schule“ führe laut  Hurrelmann über die Ausformung eines spezifischen Schulprofils und über die weitere Eigenständigkeit der Schule, aber auch über den regen Austausch über pädagogische Inhalte und Standards mit dem Ziel einer homogenen Gesamtstrategie. Neben Lehrern solle die Schule auch von anderen Berufsbildern wie Ergotherapeuten, Sozialpädagogen und Ärzten etc. mitgeprägt werden.
Nach diesem interessanten Vortrag nahmen die anwesenden Lehrer die Möglichkeit zur Diskussion mit Prof. Dr. Hurrelmann gern wahr.
Im weiteren Verlauf stellte Prof. Dr. Peter Paulus von der Leuphana Universität Lüneburg „die initiative“ vor, während Thomas Held als Projektleiter das Informationsportal für Schule im Internet „www.dieinitiative.de“ präsentierte.
Auf einem Markt der Möglichkeiten konnten sich die Teilnehmer nach den Vorträgen über die Projekte verschiedener Anbieter informieren. Hier nutzen die niedersächsischen Lehrerinnen und Lehrer die Möglichkeit, Unterrichtsmaterial über Milch und Landwirtschaft von der LVN zu bekommen. Auch die beiden Frühstücksprojekte „wir frühstücken“ und „Gemeinsam schmausen in den Pausen“ wurden von den Pädagogen interessiert angenommen. So auch die erfrischenden Milchgetränke, mit denen die LVN Appetit auf das Thema Schulmilch machen wollte.
LVN/Möhring

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