Milcherfassung und Milchqualität 2009 Auswertung der jährlichen Umfrage
Im Vergleich zum Vorjahr stieg die durchschnittliche Milchanlieferung je Molkerei von 128,2 auf 137,0 Mio. kg und hat damit einen neuen Höchststand erreicht.
Für die Milcherfassung wurden 167 Milchtanksammelwagen (MSW) eingesetzt, dies ist ein Rückgang um 9 Fahrzeuge oder um 5,1 Prozent. Von den 167 MSW dienen 21 als Ersatzfahrzeuge. Der Anteil der MSW bei Spediteuren lag bei 24,6 Prozent und ist um 4,9 Prozent gesunken.
Wie das nachfolgende Diagramm zeigt, hat sich die Anzahl der MSW in den vergangenen 10 Jahren deutlich verringert. Mit einem Rückgang von 123 Fahrzeugen ist die Anzahl um 42,4 Prozent zurückgegangen.
Die durchschnittlich eingesammelte Milchmenge je MSW ist von 27,2 Mio. kg pro Jahr in 2008 auf 28,5 Mio. kg pro Jahr gestiegen.
Die durchschnittliche tägliche Einsatzzeit der MSW stieg um 0,3 Stunden auf 20,3 Einsatzstunden pro Tag. 21 Molkereien erfassten ihre Milch vollständig oder nahezu rund um die Uhr. Hierzu wurden von den Molkereien 127 MSW eingesetzt, die täglich zwischen 18 und 23 Stunden im Einsatz waren.
Bei der Betrachtung der Nutzlasten über die letzten 10 Jahre ist zu beobachten, dass der Trend zu MSW mit hohen Tankvolumen geht. Während in 2000 noch 52,1 Prozent der MSW eine Kapazität < 10.000 kg hatten, waren es in 2009 nur noch 3,1 Prozent. Umgekehrt ist zu beobachten, dass in 2000 nur 4,1 Prozent der MSW eine Kapazität > 20.000 kg hatten, während es in 2009 22,2 Prozent waren. Mit der Erneuerung des Fuhrparks wird auch die Nutzlast der einzelnen MSW erhöht, was eine effizientere Tourenorganisation voraussetzt.
Nahezu gleichbleibend war die Anzahl der Anhänger. Im Vergleich zum Vorjahr ist sie um 3 auf 126 gesunken. Auch hier ist eine Verlagerung der Nutzlasten zu erkennen. Anhänger, die weniger als 10.000 kg Milch fassen, waren schon seit 2004 nicht mehr im Einsatz. Auch hier wurde bei Neuanschaffungen die Kapazität erhöht.
Des Weiteren wurden für die Milchsammlung vier sonstige Fahrzeuge eingesetzt.
Die Veränderungen der Nutzlasten der MSW und der Anhänger sind in den nachfolgenden Diagrammen dargestellt.
Die tägliche Abholung der Milch bei den Milcherzeugern spielt seit Jahren eine untergeordnete Rolle. Gerade einmal 1,3 Prozent der Milch wurde 2009 täglich erfasst, jedoch wurde von keiner Molkerei die Milch vollständig eintägig eingesammelt.
Ende 2009 hatten die Molkereien in Niedersachsen (ohne Humana Milchunion eG) 10.773 Milchlieferanten. Die Zahlung von Grundkosten und/oder Stoppgebühren betraf 97,7 Prozent oder 10.520 der Erzeuger.
Von den niedersächsischen Molkereien erhoben 15 Unternehmen Grundkosten, 11 Unternehmen Stoppgebühren und 3 Unternehmen kombinieren beides. Insgesamt errechnet sich für das Kalenderjahr 2009 eine durchschnittliche Belastung von 0,13 Ct/kg Anlieferungsmilch durch die anfallenden Grundkosten und Stoppgebühren.
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Spanne der Grundkostenbeträge nicht verändert, sie lag weiterhin zwischen 10,00 € und 75,00 €. Jeder betroffene Lieferant zahlte durchschnittlich 49,10 € pro Monat.
59,1 Prozent der Milcherzeuger waren von Stoppgebühren betroffen, sie zahlten durchschnittlich 6,47 € pro Halt.
Mengenbezogene Zulagen bzw. Staffelpreise zahlten 27 Molkereien, dies waren 3 Unternehmen weniger als im Vorjahr.
Die Gesamtauswertung des Fragebogens können Sie im Bereich „Markt und Statistik“ herunterladen.
LVN/Gebhardt
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