Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung der LVN tagte am 24.09.2013

26. September 2013

Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit und Werbung der LVN tagte am 24.09.2013

Der Etatabschluss 2012 wurde unter TOP 2 beraten und einstimmig verabschiedet. Der Etat wurde sparsam und zielgerichtet bewirtschaftet und der Anteil sogenannter „Dritter“ (z. B. Landwirte, Molkereien, Verbraucher, Milchförderungsfonds) beträgt rd. 30 % an den Gesamtaufwendungen.

„Milchkommunikation – neue Kanäle, neue Sprache“

Vor der Vorstellung der neuen Maßnahmen wurden einige Entwicklungen erläutert, die die Milchkommunikation der LVN im letzten Jahr beeinflusst haben. Nicht nur das Informationsbeschaffungsverhalten von Verbrauchern und Journalisten hat sich stark verändert, sondern auch die Schnelligkeit, aktiv Infos, Meinungen, Emotionen auf den Social Media-Kanälen im Internet, wie Facebook, Twitter, YouTube usw. zu verbreiten. 19 Mio. Nutzer sind täglich auf Facebook unterwegs. Wer mit der Zielgruppe „Generation Smartphone“ ins Gespräch kommen möchte, sollte diesen Kanal nutzen. Natürlich verbreiten sich auch vermeintliche Skandale und Schreckensmeldungen rund um Lebensmittel besonders schnell. Die Folge: Verbraucher sind verunsichert, es entsteht der Wunsch nach Transparenz und Sicherheit. Ein weiterer Trend betrifft den Journalismus, der stets nach „Geschichten“ von Menschen ist, die möglichst lange verfolgt werden können (Storytelling). Diese Entwicklungen führen zu folgenden Veränderungen in der Öffentlichkeitsarbeit: Um Verbraucher mit authentischen, realistischen Bildern aus der modernen Landwirtschaft zu erreichen, sollten die „neuen Kanäle“ im Internet bespielt werden. Dabei dürfen vertraute Kanäle, wie Tages- und Fachpresse sowie Funk und Fernsehen nicht vernachlässigt werden. Diesen Weg ist die LVN mit dem Projekt „My KuhTube“ im Jahr 2013 gegangen. Es verbindet die Kommunikationskanäle on- und offline. My KuhTube ist ein YouTube-Kanal, für den 16 niedersächsische Milcherzeuger regelmäßig kleine Videoclips aus ihren Kuhställen liefern. Diese können sowohl über die kleine Homepage www.mykuhtube.de als auch über eine Milch App und die Social Media-Kanäle Facebook und

YouTube aufgerufen werden. Dem Ausschuss wurden die anfangs massiven Angriffe gegen die Filminhalte auf Facebook vorgestellt. Gegner der modernen Milchwirtschaft diskutierten dabei zum großen Teil sehr unsachlich. Inzwischen wird die Facebookseite von über 1.240 Freunden regelmäßig besucht – die Nutzer halten sich an die LVN-Netiquette (Spielregeln auf der Facebookseite). Über die Milch App ist nicht nur der Zugang zu den beiden neuesten Filmen auf YouTube gesichert, sondern sie bringt auch die diesjährigen Spannplakate der LVN zum Sprechen (AR-Technik). Außerdem können sogenannte Push-Nachrichten, z.B. auch in Krisensituationen, über die Milch App an alle Nutzer gelangen.

Das Projekt My KuhTube erfreut sich seit Beginn Ende Mai 2013 über eine überwältigende Presseresonanz: 7 Fernsehbeiträge (darunter 1 Liveauftritt); 17 Rundfunksender; 160 Onlinebeiträge; 182 Meldungen in Tages- und Fachpresse und über 92.000 Klicks auf dem YouTube-Kanal.

Milchwirtschaftliche Netzwerke innerhalb und außerhalb von Niedersachsen

Die LVN ist nicht nur im Netz aktiv, sondern pflegt auch intensiv ihre Netzwerke zu Themen wie Schulverpflegung, Nachhaltigkeit und Milchwirtschaft als Berufsfeld. Einige vorläufige Ergebnisse aus der jüngsten flächendeckenden Untersuchung im Bereich Nachhaltigkeit auf niedersächsischen Milcherzeugerbetrieben wurden dem Ausschuss präsentiert. Diese Befragung wird in den nächsten Wochen abgeschlossen werden, der Abschlussbericht wird zum Ende des Jahres erwartet.

Für ihren Stand auf der IdeenExpo im September 2013 in Hannover arbeitete die LVN erfolgreich mit der Hochschule Hannover, Fachbereich Verfahrenstechnik, zusammen. Mit 342.000 Besuchern war die Veranstaltung nahezu so gut besucht wie die Grüne Woche in Berlin. Nicht nur Tausende Schülerinnen und Schüler besuchten das Milchlabor auf dem LVN-Stand, sondern auch die Politik repräsentiert durch die niedersächsischen Staatssekretärinnen und Staatssekretäre.

Netzwerkpartner außerhalb von Niedersachsen sind die Gemeinschaft der Landesvereinigungen e.V. (GML) und die ima (information.medien.agrar e.V.) [Ò Schulmilchmedien] sowie die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Nordrhein-Westfalen e.V. für die Projekte „Nordwestdeutscher Milchtreff“, Meinungsbildnerveranstaltungen sowie Ernährungsflyer. Außerdem wurden allen milchwirtschaftlichen Landesvereinigungen mehrere niedersächsische Spannplakatmotive zur Verfügung gestellt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurde der Werbeetat 2014 vorgestellt und einstimmig verabschiedet. Die LVN hatte auf der Basis der in den Vorjahren geltenden Ansätze Vorschläge für den Etatplan 2014 erarbeitet und wiederum zu den 5 bekannten „Maßnahmengruppen“ gebündelt. Im Fokus der Aktivitäten steht dabei stets der Nutzen für die Molkereien und Milcherzeuger und die Darstellung einer modernen Land- und Milchwirtschaft.

LVN/Licher

Das könnte dich auch interessieren