Tierärzte gegen missbräuchlichen Einsatz von Kexxtone
Das verschreibungspflichtige Tierarzneimittel wird vorbeugend gegen die Stoffwechselkrankheit Ketose eingesetzt, die laut Bundestagsfraktion der Grünen vor allem bei Hochleistungskühen nach dem Abkalben auftritt. Nebeneffekt des Langzeitantibiotikums ist aufgrund einer besseren Energieversorgung der Kuh dem Landesverband der praktizierenden Tierärzte in Bayern zufolge eine um 5 % bis 9 % höhere Milchleistung des behandelten Tieres. Es wird deshalb befürchtet, dass das Präparat des Pharmaunternehmens Eli Lilly missbräuchlich als Leistungsförderer in der Milchproduktion eingesetzt wird. Zwar hinterlässt das Mittel nach Angaben des BTK keine Rückstände in Fleisch und Milch und auch Resistenzbildungen sind aufgrund der Wirkungsart nicht zu befürchten, doch wurden die Tierärzte nun erneut zu einer verantwortungsvollen Verschreibung nur für gefährdete Einzeltiere aufgerufen. „Ein ausufernder Einsatz läuft der gesellschaftlichen Forderung nach einer Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes und unserem eigenen Anspruch zuwider, verantwortungsvoll mit Antibiotika umzugehen und die Haltungsbedingungen der Tiere zu verbessern“, erklärte BTK-Präsident Prof. Theo Mantel. Er empfahl den Tierärzten die intensive Beratung der Michviehhalter insbesondere zu Fütterungsfragen, um das Auftreten von Stoffwechselerkrankungen wie Ketose in den Beständen einzudämmen
AgE/LVN
Das könnte dich auch interessieren
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Turnstile. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Google Maps. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr Informationen