Qualitätsausschuss der LVN tagte am 25.09.2014

Qualitätsausschuss der LVN tagte am 25.09.2014

Ebenso intensiv wurde der Entwurf eines Paratuberkulose-Programmes diskutiert. Dieses sieht vor, ab 2015 mit einer jährlich stattfindenden Untersuchung aller Milchviehbetriebe zu beginnen. Ziel ist es, den Infektionsdruck bei Kälbern durch die Ermittlung und Merzung von Ausscheidertieren zu verringern. Auch wenn sich die Mehrheit der Ausschussmitglieder für eine Einführung des Programmes aussprach, bedarf es noch weiterer Beratungen zur Umsetzung des Programmes.

Zu QM-Milch wurde der Ausschuss noch einmal darüber informiert, dass eine Bezuschussung der Auditkosten ab 2015 aus Mitteln der milchwirtschaftlichen Umlage EU-rechtlich nicht mehr möglich ist.

Weiterhin unterstützte der Ausschuss die Bemühungen, die Eutergesundheit in den Herden durch ein ganzheitliches Projekt „Eutergesundes Norddeutschland“ zu verbessern. Der Erhalt bzw. die Verbesserung der Eutergesundheit stellt eine permanente Herausforderung für jeden Milcherzeugerbetrieb dar. Eine Vielzahl von Faktoren hat Einfluss auf die Eutergesundheit und in Folge dessen auf Bereiche wie Milchqualität, Einsatz von Antibiotika und Kosten. Die derzeitige Situation bei der Mastitisbekämpfung ist nach Ansicht von Experten noch zu viel von „Feuerwehrmaßnahmen“ statt durch systematische Arbeit geprägt. Um dies zu verändern und um letztlich das gute Image der Milch aus Norddeutschland zu festigen, sollen im Rahmen eines Projektes unter Beteiligung von Hochschulen, Beratungsorganisationen, Tierärzten und Molkereien koordinierte Ansätze zur Verbesserung des Problembewusstseins, zur Durchführung von Schulungen und weiteren Forschungsarbeiten auf den Weg gebracht werden.

LVN/Fritsch

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