Milchviehhalter besonders betroffen: Moorschutz schürt Existenzängste
Auf Einladung des Landvolkes Niedersachsen trafen sich in Gnarrenburg im Landkreis Rotenburg Vertreter aller betroffenen Regionen und gründeten eine „AG Moorbauern“, um Argumente gegen die großflächige Schutzausweisung auszutauschen. Landesweit sind nach Schätzungen des Landvolkes 1.000 Landwirte auf einer Fläche von rund 100.000 ha betroffen. Als ein Ziel bezeichnete Landvolkvizepräsident Heinz Korte den Versuch, den Landwirten Chancen für eine weitere Bewirtschaftung ihrer Flächen aufzuzeigen. Diesen kooperativen Ansatz vermisst die Landwirtschaft in den bisherigen Vorstellungen des Landes bei einem neuen Moorschutzprogramm. Ganz offensichtlich zielt es vielmehr über den bisherigen Schutz einzelner Biotope in erster Linie auf den Klimaschutz, indem es die Freisetzung von Kohlendioxid verhindert. In Gnarrenburg äußerten die Landwirte unter anderem die Sorgen, dass die Flächenknappheit sich weiter verschärfe, allenfalls eine extensive Bewirtschaftung mit nur geringer Wertschöpfung zugelassen und die Entwicklungsfähigkeit der Betriebe stark eingeengt werde. Vermisst wurden dagegen innovative Initiativen, die Grundeigentümer und Bewirtschafter ohne Flächenerwerb durch die öffentliche Hand in den Erhalt der Moorböden einbeziehen.
Das Landvolk rät daher jedem einzelnen Landwirt seine Betroffenheit zu formulieren und daraus Einwände gegen den Änderungsentwurf des Landesraumordnungsprogrammes geltend zu machen. Unter www.LROP-online.de sind alle Unterlagen einsehbar. Ende Oktober endet die Auslegungsfrist, bis zum 14. November können Stellungnahmen formuliert werden. Sie können per Mail an Hermine.Gersterkamp-Merkens@ML-Niedersachsen.de oder per Fax an das Landwirtschaftsministerium (0511 – 120 8634) abgegeben werden. Die Landvolk-Kreisverbände sind bei der Begründung behilflich. Die individuelle Betroffenheit sollte jeder einzelne Landwirt deutlich herausstellen.
Landvolk/LVN
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