Coca-Cola will Milch verkaufen
Kritiker prangern seit jeher an, wie viel Zucker oder Süßstoffe die Erfrischungsgetränke des Getränkekonzerns enthalten. Gut möglich, dass sie in nächster Zeit etwas leiser werden. Denn Coca-Cola setzt neuerdings auf Lifestyle-Produkte.
30 Prozent weniger Zucker, dafür mehr Eiweiß und Kalzium und ohne jegliche Laktose: Diese Eigenschaften soll die Milch namens Fairlife erfüllen. Eine Premiummarke, an der sich Coca-Cola nun beteiligt. Der Weltkonzern will die Reichweite des Produkts deutlich ausweiten – und mit ihm kräftig Geld verdienen. Fairlife-Milch soll doppelt so viel kosten wie herkömmliche Milch.
Der Chef des globalen Kundengeschäfts, Sandy Douglas, sagte gegenüber amerikanischen Medien, die Milch sei „hochwertiger“ und schmecke „besser“ als die, die „man sonst kauft“.
Da Coca-Cola einen völlig neuen Markt betrete, werde es in den ersten paar Jahren voraussichtlich noch nicht so viel Profit abwerfen, sagte Douglas. „Aber wenn man es gut macht, regnet es später Geld.“
Die Produktinnovation ist zunächst nur für den einheimischen Markt in den USA angedacht. Die Strategie dahinter scheint klar. Coca-Cola will offenbar auf einen Trend in der Bevölkerung reagieren. Immer mehr US-Bürger legen Wert auf einen gesundheitsbewussten Lebensstil. Diesen Beginn eines Wertewandels bekommen derzeit auch andere Branchen zu spüren, etwa große Fast-Food-Unternehmen wie Burger King und McDonald’s.
Ob Coca-Cola aber ausgerechnet mit Milch die Bedürfnisse der Menschen erfüllen kann, bleibt abzuwarten. Wie das Branchenmagazin Dairy Today schreibt, trinkt die Hälfte der Erwachsenen in den USA keine Milch. Die Verkäufe sind dem Bericht zufolge in den vergangenen zehn Jahren um acht Prozent zurückgegangen.
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