Gold, Silber, Bronze: Beste Milcherzeuger Niedersachsens kommen aus den Landkreisen Osnabrück und Emsland

Gold, Silber, Bronze: Beste Milcherzeuger Niedersachsens kommen aus den Landkreisen Osnabrück und Emsland

Niedersächsische Milchwirtschaft zeichnet mit dem“Milchlandpreis“die 20 besten der 15.000 Milcherzeuger aus

Mechthild und Hartwig Meyer aus Kettenkamp im Landkreis
Osnabrück haben es geschafft. Sie dürfen sich“Beste Milcherzeuger
Niedersachsens 2006″nennen. Das Ehepaar erhielt am 27. Oktober im“Alten Kurhaus“, Bad Zwischenahn, aus den Händen von Friedrich-Otto
Ripke, Staatssekretär im niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, die“Goldene Olga 2006″und einen Geldpreis in Höhe von 3.500 Euro. Den
zweiten Platz, die“Silberne Olga“und 2.000 Euro sicherte sich
Johannes Hempen aus Wippingen im Landkreis Emsland. Die“Bronzene
Olga“geht ebenfalls ins Emsland: Andrea und Heinz-Josef Mersch aus Freren
können sich über die hohe Auszeichnung und ein Preisgeld in Höhe von 1.500
Euro freuen. Im Rahmen einer Festveranstaltung mit rund 160 geladenen Gästen
hat die niedersächsische Milchwirtschaft heute im“Alten Kurhaus“in
Bad Zwischenahn die besten 20 ihrer insgesamt 15.000 Milchviehhalter mit dem“Milchlandpreis 2006″geehrt. Im Mittelpunkt der Festansprachen des
Staatssekretärs im Niedersächsischen Ministerium für den ländlichen Raum,
Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Friedrich-Otto Ripke, sowie
von Landvolkpräsident Werner Hilse und von Peter Cornelius, Vorsitzender der
Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V., stand die Anerkennung
der unternehmerischen Leistung der Preisträger und deren Bemühen um ein
vorbildlich hohes Qualitätsniveau in der Milcherzeugung.“Sie haben in den
letzten Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass selbst in
außerordentlich schwierigen Zeiten für die Milcherzeuger durch gezieltes
Herdenmanagement und vorausschauende Planung auch mit der Milchwirtschaft Geld
verdient werden kann. Dafür gebührt Ihnen Dank und Anerkennung“, lobte
Staatssekretär Friedrich-Otto Ripke die Sieger. Er begrüße den ganzheitlichen
Ansatz, den die Landesvereinigung für die Vergabe des Preises gewählt habe.
Seiner Meinung nach sei der Milchlandpreis ein wichtiger Beitrag, um das
Vertrauen in die hervorragende Qualität der niedersächsischen Milch und
Milchprodukte beim Verbraucher zu sichern.“Eine außergewöhnliche Ehrung
und Bestätigung für ein hervorragendes Management ist der Milchlandpreis für
die besten niedersächsischen Milcherzeuger. Der Wettkampf um die Goldene Olga
lenkt jährlich den Blick der Öffentlichkeit auf unsere moderne,
leistungsfähige Milchviehhaltung in Niedersachsen“, würdigte
Landvolkpräsident Werner Hilse die Sieger.“Die Auszeichnung mit dem
Milchlandpreis zeigt: Ihre Arbeit ist erstklassig und hochwertig“, stellte
Peter Cornelius als Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft
heraus.“Unser Milchlandpreis stellt die beeindruckende Kompetenz und
Qualität der heimischen Produkte in den Vordergrund“, so Cornelius weiter.
Eine Platzierung unter den Top 20 sei ein Aushängeschild für den ganzen
Berufsstand und die verarbeitenden Molkereien.

Fachjury beurteilte die Kandidaten 

Eine Fachjury hat in den letzten Monaten alle Kandidaten, die
sich für den Milchlandpreis beworben hatten und die sich für die Bewertung
qualifizieren konnten, besucht und ausführlich analysiert. Im Vordergrund stand
dabei die vorbildliche und erfolgreiche Betriebsführung, insbesondere
hinsichtlich der Erzeugung hochwertiger Qualitätsmilch. Prämiert wurden jetzt
also die Top-Milcherzeuger Niedersachsens.

Sponsoren unterstützen den Wettbewerb 

Unterstützt wurde der Milchlandpreis durch drei der Branche
sehr verbundene Sponsoren. Neben der Maschinenfabrik Bernard Krone und dem
Handelsunternehmen LVD Bernard Krone fördern die Volksbanken und
Raiffeisenbanken in Weser-Ems die Olga-Verleihung. Dadurch wurde der Wettbewerb
für die Teilnehmer nochattraktiver.

Der Hof Meyer in Kettenkamp / Osnabrücker Land –
Züchterisches Engagement und sehr hohe Milchleistungen 

Mit dem 66 Hektar-Hof von Mechthild (34) und Hartwig Meyer
(35) erhielt ein Betrieb mit sehr hohem Zucht- und Milchleistungsniveau die“Goldene Olga“. Die 68 Herdbuch-Milchkühe erbringen eine
durchschnittliche Milchleistung von 11.760 Kilogramm pro Jahr (bei 3,91 Prozent
Fett und 3,36 Prozent Eiweiß).

Damit gehört der Bestand der Familie Meyer zu den
leistungsstärksten Betrieben im Osnabrücker Land. Die Milch wird an die
Molkerei Paul Mertens in Neuenkirchen geliefert. Insgesamt verfügt der Betrieb
über eine Milchquote von 640.000 Kilogramm pro Jahr. Neben den Milchkühen
werden 100 Rinder als Jungvieh sowie 30 Kälber und acht Zuchtbullen gehalten.
Als Futtergrundlage stehen 10,4 Hektar Dauergrünland, 18 Hektar Ackergras und
22 Hektar Silomais zur Verfügung. Daneben werden 5 Hektar Körnermais und 7
Hektar Getreide angebaut, 3,5 Hektar sind stillgelegt. Das Betriebsleiterehepaar
hat den Hofim Sommer 2006 vom Vater übernommen und bewirtschaftet ihn jetzt in
der fünften Generation. Hartwig Meyer ist aktiver Züchter. Er nimmt hierfür
an Tierschauen teil und vermarktet seine Rinder und Bullen über die Auktionen
des Zuchtverbandes.

Johannes Hempen – Züchter seit frühester Jugend 

Mit Johannes Hempen (26) erhält ein engagierter junger
Landwirt, der sich seit frühester Jugend der Rindviehzucht verschrieben hat,
die begehrte Auszeichnung der Landesvereinigung der Milchwirtschaft. Der
Betriebsleiter hat den 102-Hektar-Hof seit 2004 von den Eltern gepachtet und
wird ihn in absehbarer Zeit übernehmen. Hempen hält 85 Milchkühe, 120 Rinder
als weibliche Nachzucht und 60 Bullen. Mit einer Jahresleistung von 10.567
Kilogramm pro Kuh (bei 3,93 Prozent Fett und 3,32 Prozent Eiweiß) weist auch
dieser Betrieb ein sehr hohes Leistungsniveau auf. Die Milchquote beträgt
758.000 Kilogramm, die Milch wird andie Humana Milchunion eG in Everswinkel
geliefert.

Der Hof Mersch – Typischer Gemischtbetrieb im Emsland 

Der Milchviehbetrieb von Andrea (38) und Heinz-Josef Mersch
(37), die für den dritten Platz die“Bronzene Olga“erhalten haben,
liegt in Freren im Landkreis Emsland. Der Hof Mersch ist seit 1880 im
Familienbesitz und wird in der fünften Generation bewirtschaftet. Die 45
Milchkühe zeichnen sich durch eine hohe Milchleistung von 11.086 Kilogramm pro
Kuh und Jahr (bei 4,01 Prozent Fett und 3,40 Prozent Eiweiß) aus. Die Milch
wird im Rahmen der 431.000 Kilogramm umfassenden Milchquote an die Nordmilch eG,
Bremen, geliefert. 60 Rinder werden als weibliche Nachzucht gehalten. Da sie mit
51,3 Hektar über eine begrenzte Betriebsfläche verfügen, hat sich das Ehepaar
Mersch im Gegensatz zu den anderen ausgezeichneten Höfen nicht auf einen
einzigen Betriebszweig spezialisiert, sondern betreibt zusätzlich eine sehr
erfolgreiche Sauenhaltung. Hinter den drei Erstplatzierten sicherten sich Hanna
und Jan Marrink aus Nordhorn in der Grafschaft Bentheim sowie Bernd
Glameyer-Schlüer mit seiner Frau Ute Schlüer aus Steinau an der Niederelbe
Platz vier und fünf. Sie erhielten ein Preisgeld in Höhe von 1.000
beziehungsweise 500 Euro. Darüber hinaus wurden neben den Erstplatzierten
weitere 15 TOP-Milcherzeuger mit einer Urkunde geehrt. Sie hatten von der
Kommission so hohe Punktzahlen bekommen, dass sie sich auf den Plätzen 6 bis 20
platzieren konnten. 

Gesamtübersicht
aller ausgezeichneten TOP 20-Betriebe und stimmungsvolle
Bilder

gmc/LVN

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