Grünland: Lebensraum für biologische Vielfalt

Für die Umwelt: Schonender Umgang mit Ressourcen

Ein großer Anteil des Grundfutters von Milchkühen beruht auf Gras: Sie fressen es auf der Weide, frisch gemäht im Stall, als Heu und als Grassilage. Entsprechend ist die Haltung von Milchkühen traditionell an Grünlandstandorten mit einem hohen Anteil an Dauergrünland verbreitet.

Was Kühe fressen, wird mehrfach wiedergekäut und durchwandert ihren Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Labmagen. Sie können mit diesem speziellen Verdauungssystem auch schwer verdauliche Fasern im Gras verwerten. Foto: Marco Grundt

Als Dauergrünland werden Flächen bezeichnet, die mindestens fünf Jahre lang mit Gras bewachsen sind. Bei einem großen Teil der niedersächsischen Milcherzeuger macht Dauergrünland einen bedeutenden Anteil ihrer landwirtschaftlichen Fläche aus. Vor allem in den typischen Grünlandregionen entlang der Nordseeküste oder in der Wesermarsch.

Dauergrünland bietet nicht nur Weideflächen und Nahrung für Rinder. Es dient auch der Artenvielfalt und dem Klimaschutz. © Marco Grundt

Dauergrünland hat viele ökologisch wertvolle Funktionen. Unter anderem trägt es zur Artenvielfalt bei und bietet Tieren einen Lebensraum. Zudem ist es eine bedeutende Kohlenstoff-Senke – so nennt man natürliche Speicher für Kohlendioxid (CO2). Denn im Gras einschließlich seiner Wurzeln sind große Mengen des klimaschädlichen Gases gebunden. Darüber hinaus mindert die geschlossene Pflanzendecke durch Regenwasser bedingte Nährstoffverluste und verhindert Bodenerosion.

Je nach Standort und den Bedingungen im Betrieb bewirtschaften niedersächsische Milcherzeuger einen Teil ihres Dauergrünlands extensiv: Die Landwirte verzichten auf diesen Flächen auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und bringen keine oder wenig Düngemittel aus. Der Mähzeitpunkt wird auf einen späteren Termin verlegt: So wird zum einen die Samenbildung von Gräsern und Blumen ermöglicht. Zum anderen dient es der Ruhe von bodenbrütenden Vogelarten und anderen Tieren, die im Frühjahr im Grünland Schutz suchen.

Kühe, die viel Milch geben, können mit Grundfutter von extensiv bewirtschafteten Flächen nicht bestmöglich ernährt werden – es hat einen deutlich geringeren Energie- und Nährstoffgehalt als das Futter von optimal gedüngten, früh gemähten Flächen. Landwirt Gerhard aus dem Emsland gibt einen Einblick in die Herausforderungen der extensiven Bewirtschaftung:

Naturschutzgebiet

Bei unserem My KuhTube-Landwirt Gerhard aus dem Emsland liegt eine zu bewirtschaftende Nutzfläche direkt in einem Naturschutzgebiet. Das hat nicht nur Vorteile, wie z. B. nährstoffreiche Böden, sondern auch Nachteile. Warum Gerhard deshalb beim Mähen besonders aufpassen muss, zeigt er uns jetzt selbst!

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2 Tage harte Arbeit

Wir sind heute wieder im Naturschutzgebiet bei unserem My KuhTube-Landwirt Gerhard aus dem Emsland. Nachdem er und seine Auszubildende Franzi am Dienstag in reiner Handarbeit die giftigsten Pflanzen entfernt haben, wurde gemäht und heute wird alles in händelbare Formen gepresst. Nach getaner Arbeit sieht das Ergebnis genauso symmetrisch aus wie die Ballen selbst. 

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Lust auf weitere spannende Videos direkt aus dem Kuhstall?

Auf My KuhTube kannst du Milchbauern aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bei ihrer Arbeit begleiten. Wöchentlich gibt es zwei Videos, die dir die Welt rund um den Kuhstall zeigen. Für ihre Videos steigen sie in ihre Landmaschinen, klettern auf ihre Futtersilos oder versuchen die nächtliche Stimmung im Kuhstall einzufangen. Kurz gesagt: Mit ihrer handlichen Kamera kommen sie überall dorthin, wo du als Besucher keinen Einblick hättest. Hänge dich an ihre Fersen und verfolge sie bei ihrer täglichen Arbeit. Landwirte sind kuhler als du denkst!

mykuhtube.de

Unzählige Kilometer Gräben, Hecken und Bachläufe, mehrere tausend Kopfbäume sowie zahlreiche Hektare Feldgehölze und Stillgewässer: Die Landschaftselemente auf den Flächen niedersächsischer Milcherzeuger brauchen viele Stunden Pflege im Jahr. Zum Teil wurden sie von den Betrieben extra angelegt. Sie bereichern die niedersächsische Kulturlandschaft, die vielen Menschen zur Naherholung dient. Zudem sind sie ein Lebensraum für die verschiedensten Tier- und Pflanzenarten und leisten damit insgesamt einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität – der Vielfalt des Lebens auf unserer Erde.

Blühstreifen mit Sonnenblumen, Raps und Kräutern am Rand eines Maisfeldes von Landwirt Stephan aus dem Emsland. Die hier eingesetzte Pflanzenmischung ist auch besonders für das Niederwild wie Rebhühner und Fasane und ihren Nachwuchs geeignet.

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Ansprechpartner für diesen Bereich

Harry Fritsch
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Leitung Qualitäts- und Umweltberatung
0511 / 85653-31
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Kommunikationswirtin
Leitung Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
0511 / 85653-21
licher@milchland.de
Claudia Renner
M.A. Literatur- und Medienwissenschaften
Öffentlichkeitsarbeit und Werbung
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