365 Tage im Jahr für die Milch

Für die Gesellschaft: Sozialer Zusammenhalt

Stellvertretend für viele andere Familienbetriebe, die in Niedersachsen Milch erzeugen: Alison, Andreas, Devon, Sabine und Luke Lohmöller aus Emsbüren im Landkreis Emsland (Foto: Marco Grundt)

Generationen im Familienbetrieb

Die allermeisten Milcherzeuger in Niedersachsen sind Familienbetriebe. Auch die anfallende Arbeit wird zum größten Teil von Familienangehörigen ausgeführt: Sie arbeiten überwiegend in Vollzeit auf dem Betrieb, stellen ihm also ihre gesamte Arbeitskraft zur Verfügung. Oftmals ist der Hof seit Generationen im Besitz der Familie – wie bei Tanja und Maren aus Oldenburg, deren Vorfahren vor 350 Jahren mit der Landwirtschaft begannen:

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Nicht immer ist es möglich, den Betrieb innerhalb der Familie an die nächste Generation weiterzugeben. Um dennoch seine Zukunft zu sichern, muss ein geeigneter externer Nachfolger gefunden und in den Betrieb eingebunden werden, der den Hof schließlich ganz übernehmen wird.

Margret und Jacob Gerdes mit ihren Mitarbeitern  Karl Bargen (ganz links) und Cornelius Kleemann (ganz rechts). Zusammen mit ihm wird der in der friesischen Küstenregion liegende Hof seit 2015 als GbR bewirtschaftet und damit die Hofnachfolge abgesichert. (Foto: Marco Grundt)

Viel Arbeit, wenig Freizeit

Foto: Sebastian Saager

Wie ein typischer Tag im Milcherzeugerbetrieb aussieht, beschreibt Landwirtin Maren:

„Mein Arbeitstag beginnt um Viertel nach fünf Uhr. Das Melken dauert rund zwei Stunden. Nachdem alle Tiere gefüttert und versorgt sind, frühstücken wir. Dann geht’s wieder ab nach draußen. Im Stall müssen die Strohboxen eingestreut oder neugeborene Kälber angemeldet werden. Zwischen März und Oktober liegen auch viele Feldarbeiten an, wie zum Beispiel das Grasmähen, die Gülleausbringung sowie die Ackerland-Bearbeitung. Gegen zwölf ist bei uns Mittag, genau wie beim Frühstück sitzen wir immer alle an einem Tisch und besprechen, was am Tag so passiert ist oder noch passieren soll. Um 14 Uhr geht’s dann wieder los. Wenn mal sehr viel ansteht, fällt die Mittagspause auch mal kürzer aus. Allerdings denken wir uns auch, dass man sich die Pause gönnen sollte, zumal wir auch recht früh aufstehen. Um 16 Uhr stehen das Melken, die täglichen Arbeiten und das Reinigen und Auffüllen der Milchtankstelle an. Zwischen halb sechs und sieben Uhr läuten wir dann den wohlverdienten Feierabend ein. Also, der Tag ist eigentlich recht strukturiert – jedoch teilen wir uns die Zeit zwischen den Melkzeiten auch selber ein.“

Milchkühe, Kälber und Jungrinder müssen an 365 Tagen im Jahr rundum versorgt werden. Und zweimal täglich steht das Melken der Kühe auf dem Programm. Entsprechend stark sind die Landwirtsfamilien an ihren Betrieb gebunden. Regelmäßige und mehrwöchige Familienurlaube sind eher selten. Die Herausforderung besteht vielmehr darin, überhaupt Urlaub zu machen und sich regelmäßig einen „kuhfreien“ Tag in der Woche einzurichten, um Überlastungen vorzubeugen. Landwirt Dirk aus dem Ammerland zum Beispiel kann erst Urlaub machen, seitdem seine Kinder alt genug sind, ihn zu vertreten:

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Je größer die Kuhherde, umso mehr Urlaub und freie Wochentage haben die Familienarbeitskräfte in den Betrieben. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass Betriebe mit größeren Herden häufig familienfremde Mitarbeiter beschäftigen. Auch arbeitszeitsparende Haltungssysteme und moderne Technik im Stall wie z. B. Melkroboter tragen dazu bei, die Familien zu entlasten.

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