

Bekommen Sie mit dem Quartalsbericht einen kompakten Überblick über das Entwicklungsgeschehen am Milchmarkt.
Mit dem Quartalsbericht soll ein Überblick über verschiedene Entwicklungen am Milchmarkt im In- und Ausland gegeben werden. Während Preisentwicklungen und Anlieferungsmengen quartalsweise betrachtet werden, gibt es zusätzlich wechselnde Themen aus dem Bereich Agrarwirtschaft und Markt.
Neueste Entwicklungen am Milchmarkt im dreimonatigen Rhythmus
Weitere Daten und Auswertungen zum Milchauszahlungspreis, den Anlieferungsmengen sowie den Inhaltsstoffen finden Sie auf unserer Website unter den wöchentlichen und monatlichen Statistiken.
Im vierten Quartal 2025 wurden in Niedersachen 1,65 Mrd. kg Milch angeliefert. Damit ist die Menge im Vergleich zum dritten Quartal noch einmal leicht gestiegen und damit 7,8 % höher als im vierten Quartal 2024. Deutschlandweit wurden im vierten Quartal 8,2 Mrd. kg Milch angeliefert und damit 7,4 % mehr als im vierten Quartal 24 und 0,8 % mehr als im dritten Quartal 25. In den USA liegt die Milchanlieferung im vierten Quartal etwa 4,5 % über dem Vorjahresquartal, was auf die Expansion der Milchproduktion dort zurückzuführen ist.


Der Milchauszahlungspreis in Niedersachsen ist im letzten Quartal 2025 im Vergleich zu September 25 um 9,44 Ct/kg gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember liegt der MAP mit 21,2 % rund ein fünftel niedriger. Der ife-Rohstoffwert, der die Notierungen für Butter und Magermilchpulver beinhaltet und monatlich vom ife-Institut veröffentlicht wird, ist ebenfalls gesunken und betrug im Dezember 25 30,80 Ct/kg Milch.
Im letzten Quartal 2025 wurden vom Lebensmitteleinzelhandel die Preise für Milch und -produkte deutlich gesenkt. Besonders ausgeprägt war dies im Dezember. Allerdings war die Nachfrage in der Vorweihnachtszeit vor allem nach abgepackter Butter wie üblich erhöht. So ist der Preis für Deutsche Markenbutter im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 25 % reduziert worden.
Die Preise für Butter notierten im letzten Quartal deutlich niedriger. Besonders in Deutschland und Frankreich sind die Preise für Butter im Vergleich zum Vorjahresmonat Dezember um 46,8 % bzw. 44,6 % stark zurückgegangen. Somit ist in allen betrachteten Ländern der Butterpreis auf dem niedrigsten Stand im Betrachtungszeitraum ab Januar 2024. Dies ist auch auf die hohen Milchanlieferungsmengen in den einzelnen Ländern zurückzuführen. Insgesamt überstieg im letzten Quartal von 2025 das Angebot die Nachfrage, wodurch die Preise sanken.
Die Preise für Käse sind im letzten Quartal 2025 überwiegend gesunken. Lediglich in Ozeanien entwickelten sich die Preise auf einem etwas höheren Niveau. In Deutschland sind die Preise im Dezember im Vergleich zum Vorjahresmonat um 32,7 % gesunken. Für das erste Quartal 2026 zeigt sich eine etwas bessere Prognose mit stabileren Tendenzen und einer guten Nachfrage im Lebensmitteleinzelhandel und an den Exportmärkten.
Im vierten Quartal war für die Magermilchpulverpreise international eine negative Entwicklung zu beobachten. Für das erste Quartal 2026 scheinen sich die Preise fester zu entwickeln. Dabei konzentrieren sich die Verhandlungen überwiegend auf das zweite Quartal.
Im vierten Quartal sind die Preise für Milchleistungsfutter 18 % XP, gepresst, von 269,67 Euro/t im September auf 263,87 Euro/t im Dezember leicht gesunken und liegen somit rund 6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Preise für Milchaustauscher sind im Dezember um 6,5 Prozent im Vergleich zum September gesunken.


Im Jahr 2024 wurden in Niedersachsen rund 6,45 Mrd. kg Milch angeliefert, was einem Anstieg von 0,36 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bereinigt um methodische Anpassungen ergibt sich jedoch ein Rückgang von 0,67 %. Während die Milcherzeugung in den USA auf den niedrigsten Stand seit vier Jahren sank (102,45 Mio. t), verzeichnete Neuseeland eine Zunahme der Produktion.


Der Milchauszahlungspreis in Niedersachsen stieg bis November kontinuierlich, sank jedoch im Dezember leicht von 58,80 Ct/kg auf 57,53 Ct/kg. Der ife-Rohstoffwert erhöhte sich hingegen auf 54,70 Ct/kg. Im Verbraucherbereich führte eine saisonal bedingte höhere Nachfrage nach Butter zu steigenden Preisen. Deutsche Markenbutter verteuerte sich von 7,96 Euro/kg im September auf 9,40 Euro/kg zum Jahresende. Die Butterpreise blieben im letzten Quartal weitgehend stabil, mit einem aktuellen Wert von 8,65 Euro/kg (Stand: Februar 2025). Die Nachfrage übertraf das Angebot.
Für Käse zeigt sich ein uneinheitliches Preisbild. Während die Nachfrage in Deutschland stabil blieb, zeigte sich der US-Markt volatiler. Blockkäse wurde zuletzt zu durchschnittlich 4,65 Euro/kg gehandelt. Der Markt für Magermilchpulver erlebte bis September steigende Preise, seither jedoch eine Stagnation auf 2,49 Euro/kg.
Die Futtermittelpreise zogen leicht an: Milchleistungsfutter stieg von 279,08 Euro/t im September auf 281,30 Euro/t im Dezember, blieb jedoch 8 % unter dem Vorjahresniveau. Die Preise für Milchaustauscher erhöhten sich im selben Zeitraum um 5,9 %.


Insgesamt war das Jahr 2024 von stabiler bis leicht steigender Nachfrage bei Butter und Käse geprägt, während sich die Milchproduktion international unterschiedlich entwickelte.
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