Interventionsbestand an Magermilch geräumt

14. April 2006

Interventionsbestand an Magermilch geräumt

Erstmals seit Ende 2000 sind in der Europäischen Union die
Interventionsbestände an Magermilchpulver geräumt. Die letzten 2 t wurden in
der Sitzung des für den Milchmarkt zuständigen EU-Verwaltungsausschusses zu
einem Mindestpreis von 120 € je 100 kg verkauft. Neue Angebote wurden seit
Eröffnung der Intervention am 27. Februar in keinem der 25 Mitgliedstaaten
eingereicht. Hingegen wurden den Interventionsstellen seither insgesamt 11.760 t
Butter angeboten, davon 4.129 t in Irland, 3.236 t in Spanien und 1.626 t in
Portugal. In Deutschland waren es 878 t. Der privaten Lagerhaltung wurden im
Berichtszeitraum 17.214 t offeriert,davon 4.495 t in Frankreich und 4.512 t in
Deutschland. Die Verarbeitungsbeihilfen für Butter, Butterkonzentrat und Sahne
senkte die Europäische Kommission in der vorigen Woche. Der
Verarbeitungszuschuss für unmarkierte Butter mit 82 % Fett wurde um 5 € auf
30 € je 100 kg reduziert. Auch für die anderen beihilfefähigen Erzeugnisse
wurde das Stützniveau verringert, so dass von den angebotenen 10.168 t
Butteräquivalent insgesamt 1.238 t akzeptiert wurden.
In der Ausschreibung für konzentrierte Butter zum direkten Verbrauch erhielten
nur 24 t der nachgefragten 594 t den Zuschlag, und zwar zu einem Beihilfeniveau
von 38,80 € je 100 kg. Der Mindestpreis für die Abgabe von markierter
Interventionsbutter mit 82 % Fett wurde auf 210 € je 100 kg festgelegt. Zu
diesem Preis wurde der Verkauf von 220 t genehmigt. Der Mindestpreis für
Interventionsbutter ohne Verwendungsauflagen erreichte 255 € je 100 kg, wofür
Lizenzen für 120 t vergeben wurden.

AgE

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