Merkblatt DWA-M 708 „Abwasser bei der Milchverarbeitung“ verabschiedet
Nach intensiven Gesprächen war es gelungen, ein konsensfähiges Papier zu erstellen, das den Gremien der DWA zur Verabschiedung vorgelegt wurde. Der übergeordnete Ausschuss IG-2 „Industrieabwasser“ (IG = Industrie + Gewerbe) „Industrieabwasser mit organischen Inhaltsstoffen“ hat die Inhalte mit redaktionellen Änderungen und rechtlichen Aktualisierungen nun verabschiedet. Insbesondere das neue Wasserhaushaltsgesetz erfordert eine Änderung der Rechtssystematik und Querverweise.
Ein Unterausschuss der DWA hat unter Leitung von Frau Prof. Dr. Austermann-Haun, Fachhochschule Lippe und Höxter, Detmold, das neue Papier erarbeitet. Der Ausschuss setzte sich aus Anlagenplanern, Ingenieurbüros, Behörden- und Industrievertretern sowie Wissenschaftlern zusammen. Als stellvertretende Vorsitzende hat Frau Dr. Coldewey, VDM, mitgewirkt.
Das ursprüngliche Merkblatt M 708 aus 1994 wurde nun inhaltlich überarbeitet und durch Auszüge aus den VDM-Richtlinien für Wasser- und Abwasser in Molkereien ergänzt. Auch wurden Beispiele aus den EU-weit verfügbaren Referenzdokumenten über beste verfügbare Techniken aus den BVT-Merkblättern (BREF-Dokumenten) übernommen. So will das Umweltbundesamt, das an der Bearbeitung der Papiere beteiligt ist, die Umsetzung der BREF-Dokumente in nationalen Regelwerken vorantreiben. Auch andere Medien wurden einbezogen, wie z.B. Luftemissionen oder Abfälle. Der VDM hatte hierzu intensive Vorarbeit geleistet und im Leitfaden „Umweltschutz und Stand der Molkereitechnik“ die besten verfügbaren Techniken für die Milchwirtschaft zusammengefasst und bewertet.
Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V., DWA, ist in Deutschland Sprecher für alle übergreifenden Wasserfragen und setzt sich intensiv für die Entwicklung einer sicheren und nachhaltigen Wasserwirtschaft ein. Sie arbeitet fachlich auf den Gebieten Wasserwirtschaft, Abwasser, Abfall und Bodenschutz. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten liegt auf der Erarbeitung und Aktualisierung eines einheitlichen technischen Regelwerkes sowie der Mitarbeit bei der Aufstellung fachspezifischer Normen auf nationaler und internationaler Ebene. Insbesondere Planungsbüros und Kommunen, aber auch das Umweltbundesamt arbeiten intensiv mit der DWA zusammen, wenn es um Fragen der Abwasserbeseitigung geht.
Die Merkblätter der DWA (ehemals ATV) besitzen bei Genehmigungsbehörden eine ähnlich hohe Glaubwürdigkeit wie z.B. DIN-Normen. Der Nutzen für die Milchwirtschaft besteht daher in der Erleichterung der Genehmigungsverfahren für Abwasserbehandlungsanlagen, weil der Inhalt der Merkblätter als Konsens aller beteiligten Kreise gesehen wird. Das neue Merkblatt ist als Kooperation beider Verbände zu betrachten. Mit der Drucklegung des Merkblattes ist in 2010 zu rechnen.
VDM
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