Milchquoten: Ausnutzung nur leicht gestiegen

31. März 2010

Milchquoten: Ausnutzung nur leicht gestiegen

Damit hat sich das Risiko einer Quotenüberlieferung, das bis Ende 2009 trotz der Quotenerhöhungen durchaus gegeben war, nachhaltig verringert.
Die niedrigere Milchanlieferung ist auf den ungewöhnlich kalten Winter, wieder reduzierte Milchkuhbestände, teilweise bescheidene Grundfutterqualitäten und reduzierten Kraftfuttereinsatz aufgrund begrenzter Liquidität auf den Höfen; zurückzuführen. Die Reaktionen in der Milcherzeugung auf die niedrigen Milchpreise im Jahr 2009 werden mit einem gewissen zeitlichen Verzug spürbar. Auch in den anderen EU-Ländern liegt das Milch-aufkommen derzeit überwiegend unter dem Vorjahresniveau.

Nach der gemeinsamen Hochrechnung von ZMB und AMI wurden die anteiligen Quoten in den ersten elf Monaten des laufenden Quotenjahres zu 99,3 % genutzt. Auch im März blieb das Milchaufkommen moderat. In den letzten Monaten des Quotenjahres ist der Ausnutzungsgrad – anders als in den Vorjahren kurz vor Tores-schluss der Fall war – kaum gestiegen.
Legt man das vorhandene statistische Material zu Grunde, wird die Quote im laufenden Quotenjahr, das am 31. März 2010 zu Ende geht, nicht überliefert werden. Da es seit 2009 zu Änderungen bei der Erhebung nach der Melde-Verordnung gekommen ist, sind Unwägbarkeiten in der Statistik nicht mit Sicherheit auszuschließen, so dass es im ungünstigsten Fall doch zu einer leichten Überlieferung kommen könnte. Absolute Gewissheit wird erst die Abrechnung des Hauptzollamtes Ende Juni bringen.

ZMB

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