Neue Schätzformeln für Energie von Mischfuttermitteln
Darauf haben der Deutsche Raiffeisenverband (DRV), der Deutschen Verband Tiernahrung (DTV) und der Bundesarbeitskreis der Fütterungsreferenten in der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) vergangene Woche in einer gemeinsamen Presseverlautbarung hingewiesen. Sie erklärten, Futterwirtschaft und Beratung begrüßten die Überarbeitung der Energieschätzformeln für eine effizientere Fütterung. Aktuelle Auswertungen von Verdauungsversuchen mit Mischfutter durch die Gesellschaft für Ernährungsphysiologie (GfE) hätten ergeben, dass die bisherigen Schätzformeln die heute am Markt verfügbaren Mischfuttermittel nicht mehr exakt erfassten. Durch die neuen Schätzformeln werde das Mischfutter künftig im Energiegehalt genauer beurteilt als bisher. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass diese Gleichungen ausschließlich auf Mischfutter anwendbar seien, gaben der DRV, DVT und der DLG-Bundesarbeitskreis der Fütterungsreferenten zu bedenken.
Die Anwendung auf Einzelfuttermittel könne durch eine Verringerung der Schätzgenauigkeit zu falschen Ergebnissen führen. Aufgrund der neuen Schätzformeln könnten bei identischen Futtermischungen in Abhängigkeit der eingesetzten Komponenten ab 1. September gegenüber früheren Kennzeichnungen veränderte Energiewerte auf den Futtermischungen zu finden sein. Bei Rückfragen sollten die Verwender das direkte Gespräch mit ihrem Lieferanten suchen.
DRV, DVT und der DLG-Bundesarbeitskreis wiesen darauf hin, dass bei Rinderfutter im Verlauf der letzten Jahre festgestellt worden sei, dass insbesondere energiereiche Mischfutter und speziell energiereiche Milchleistungsfutter systematisch unterschätzt worden seien. Dies habe mit der Veränderung der Zusammensetzung der Mischfutter für Rinder und Milchkühe zu tun. Diese Futtermittel seien heute deutlich stärkereicher und mit wesentlich höheren Getreideanteilen ausgestattet als noch im Zeitraum 1980 bis 1995. Verdauungsversuche in diesen Jahren hätten die Grundlage für die alten Gleichungen gebildet. Für die Energieschätzung bei Rinderfutter werde zukünftig einheitlich mit einer Formel gerechnet, die die Gasbildung – Hohenheimer Futterwerttests (HFT) – berücksichtige. Die Schätzgleichung auf Grundlage der „Enzymlöslichen Organischen Substanz“ (ELOS) finde künftig keine Anwendung mehr. Zu berücksichtigen sei, dass die Gleichung für Rinderfutter zunächst die Eingabe aller Rohnährstoffe in g/kg Trockensubstanz erfordere. Die Berechnung der Nettoenergie Laktation (NEL) in der Trockensubstanz erfolge nach einer festgelegten Formel. Anschließend seien die Werte auf die Frischsubstanz zu beziehen und anzugeben.
Die Originalformeln finden Sie unter: https://www.raiffeisen.com/news/artikel/30216201
AgE/LVN
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