Milchfett und dessen Einfluss auf die Gesundheit
Die Autoren stellen die aktuelle Datenlage zur gesundheitlichen Wirkung von Milchfett in Bezug auf verschiedene Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus Typ 2, Fettstoffwechselstörung, kardiovaskuläre Erkrankungen, metabolisches Syndrom) dar.
Laut Ernährungsumschau weisen Milch und Milchprodukte ein einzigartiges Nährstoffspektrum auf, haben aber auch einen nicht unerheblichen Fettgehalt, darunter vorwiegend gesättigte Fettsäuren (bis zu 70 %). Umstritten sei allerdings, ob das gesättigte Fett der Milch ernährungsphysiologisch nachteilig ist. Nach dem aktuellen Wissensstand erhöhen gesättigte Fettsäuren den Cholesterolwert im Blut und steigern damit das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, so die Autoren. Allerdings zeigen wissenschaftliche Studien aber auch, dass gesättigte Fettsäuren wichtige biologische Funktionen im Körper ausüben und nicht pauschal als schädlich betrachtet werden dürfen.
Als ein Bespiel sei an dieser Stelle der mögliche Einfluss des Milchfettes auf die Erkrankung Diabetes mellitus Typ 2 genannt. Im Bericht heißt es, dass bisher angenommen wurde, dass gesättigte Fettsäuren die Entstehung von Diabetes mellitus fördern könnten. Nach Prüfung verschiedener Studien existieren aber kaum Hinweise, dass der Verzehr von Milch das Risiko für Diabetes Typ 2 erhöht. Im Gegenteil – denn eine große Studie mit mehr als 40.000 männlichen Teilnehmern zeigte, dass jede zusätzlich verzehrte Milchportion pro Tag mit einem um 9 % reduzierten Risiko für Diabetes Typ 2 einhergeht.
Die Autoren stellten abschließend fest, dass die aktuelle Datenlage keine überzeugende Evidenz (Beleg, Beweis) liefert, dass eine moderate Aufnahme von gesättigten Fettsäuren aus Milch das Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen erhöht. Zudem darf die Wirkung des Milchfettes auf die menschliche Gesundheit nicht pauschal als nachteilig eingestuft werden und die Milchfettsäuren müssen bezüglich ihrer biologischen Funktion differenziert betrachtet werden. Auch kann geschlussfolgert werden, dass gegebenenfalls, laut Arnold und Jahreis, nachteilige Effekte von langkettigen gesättigten Fettsäuren durch andere bioaktive Substanzen der Milch kompensiert werden.
Milch, und in diesem Zusammenhang auch das Milchfett, ist und bleibt also ein gesundes, nährstoffreiches und zudem leckeres Lebensmittel und leistet einen wichtigen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung.
Ernährungsumschau 4/2011/LVN
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