EU-Liste mit zulässigen Gesundheitsangaben auf Lebensmitteln bis Jahresende
„Korrekte und zuverlässige Angaben bei der Kennzeichnung von Lebensmitteln sind unerlässlich, damit Verbraucher gesundheitsbewusst einkaufen und sich fundiert entscheiden können“, erklärte EU-Gesundheitskommissar John Dalli. Die europäischen Verbraucher hätten das Recht zu erfahren, ob sich ein entsprechend deklariertes Lebensmittel tatsächlich positiv auf ihre Gesundheit auswirke. Die EFSA-Bewertungen seien ein entscheidender Schritt auf dem Weg dorthin. Dalli bezeichnete das Unterfangen als weltweit einzigartig. Die Vorarbeiten mit den Mitgliedstaaten, um die Liste der zulässigen Angaben anzunehmen, habe die Kommission bereits eingeleitet.
Die EFSA veröffentlichte am vergangenen Donnerstag die sechste und letzte Gutachtenreihe für Produkte, die nicht unter die Gruppe der „Botanicals“ genannten pflanzlichen Stoffe fallen. Letztere sind hauptsächlich Erzeugnisse, die sich im Graubereich zwischen Nahrungsergänzungsmitteln und traditionellen Medikamenten bewegen. Mit den letzten 35 gesundheitsbezogenen Angaben wurde ein im Oktober 2009 gestarteter Prozess abgeschlossen. Die EU-Mitgliedstaaten hatten ursprünglich mehr als 44 000 Einzelangaben zur Prüfung eingereicht, die von der Kommission in rund 4 600 Angaben gebündelt wurden. Davon wiederum wurde jetzt gut die Hälfte untersucht; die Botanicals folgen zu einen späteren Zeitpunkt. Laut Angaben der Kommission können sich die Verbraucher nach Annahme der Liste darauf verlassen, dass alle gesundheitsbezogenen Angaben auf dem Binnenmarkt wissenschaftlich abgesichert und nicht irreführend sind. Daneben werde die Arbeit der Kontrollbehörden erleichtert und ein fairer Wettbewerb gewährleistet.
EFSA erkannte insgesamt rund ein Fünftel der Angaben als zutreffend an. Die Aussagen bezogen sich beispielsweise auf Vitamine und Mineralstoffe, den Beitrag von Ballaststoffen zur Regulierung des Blutzuckerspiegels beziehungsweise zur Gewichtskontrolle oder die Rolle lebender Joghurtkulturen bei der Laktoseverdauung.
Bestätigt wurden ferner die zellschützende Wirkung der Polyphenole in Olivenöl, eine verbesserte Funktion der Blutgefäße durch Walnüsse, der Zusammenhang zwischen Fettsäuren und der Herzfunktion sowie die Rolle einiger Zuckeraustauschstoffe wie Xylitol der Sorbitol zum Schutz vor Karies oder zur Verringerung des Anstiegs des Blutzuckerspiegels nach dem Essen. Wenn zugeschriebene Wirkungen nicht anerkannt wurden, lag das unter anderem an zu geringen Informationen über den Stoff an sich, an zu wenigen Nachweisen für die angeblichen Effekte, ungenauen Angaben, fehlenden Studien an Menschen einschließlich verlässlicher Messdaten oder an zu allgemeinen Aussagen.
AgE
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