Milch verschleimt NICHT
Es führt die Hitliste der Vorurteile über Milch mit an und hat sich in manchen Köpfen festgesetzt. Allerdings gibt es für diese These keine wissenschaftlichen Belege. Woher kann das Vorurteil also kommen? Eine mögliche Erklärung wäre der Name Galaktose. Denn die Galaktose, ein Teil des Zweifachzuckers Laktose, wird auch mit Schleimzucker übersetzt. Dieser Begriff leitet sich davon ab, dass die Galaktose in Form der Galakturonsäure als ein Bestandteil des Nasen- und Rachenschleims zu finden ist und es dadurch zu dem Vorurteil „Milch verschleimt“ gekommen sein könnte.
Auch die im Vergleich zu Wasser dicklichere Konsistenz der Milch oder das typische Mundgefühl von Milch (Fettgehalt entscheidend) können Ursachen für das Vorurteil sein. Verschiedene Studien haben aber gezeigt, dass es weder beim Gesunden, bei gesunden, aber subjektiv milchempfindlichen Personen, noch beim mit Schnupfenviren Infizierten oder bei Asthmatikern zur vermehrten Schleimbildung nach dem Verzehr von Milch und Milchprodukten kommt (Pinnock et al., 1990; Arney & Pinnock, 1993, Pinnock & Arney, 1993; Haas et al., 1991).
Trotz dieser objektiven Belege existieren weiterhin derartige Irrtümer wie „Milch verschleimt“. Daher klärt die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) immer wieder über diese Irrtümer auf, z.B. in Vorträgen, und liefert gleichzeitig Studien, die belegen, dass es sich nur um Vorurteile handelt. Denn Milch ist ein nährstoffreiches, für die Gesundheit und die ausgewogene Ernährung wichtiges Nahrungsmittel, was zudem in vielfältigen und wohlschmeckenden Variationen zubereitet und genossen werden kann.
LVN/Deckert
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