Lage auf dem Milchmarkt nicht dramatisieren

01. September 2019

Lage auf dem Milchmarkt nicht dramatisieren

Nach Angaben des Staatssekretärs wird zurzeit die private Lagerhaltung von Butter von den Verarbeitungsunternehmen zur Marktentlastung genutzt. EU-weit lägen Anträge über rund 50.000 t vor. Das seien 71 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Noch nicht genutzt worden sei von den Verarbeitungsunternehmen die Intervention von Butter und Magermilchpulver, die seit dem 1. März 2012 eröffnet sei. Zunächst gehe es also darum, von den ohnehin schon zur Verfügung stehenden Instrumenten Gebrauch zu machen, erklärte Müller. Er kündigte an, die Bundesregierung werde im Bedarfsfall an die Europäische Kommission herantreten, damit diese weitere Maßnahmen ergreife, zum Beispiel die Eröffnung des Ausschreibungsverfahrens oder eine Ausdehnung des Interventionszeitraums über August hinaus. Abzuwarten bleibe indes der von der EU-Kommission bis Ende 2012 zu erstellende Bericht über die Entwicklung des Milchmarktes und die sich daraus ergebenden Bedingungen für ein reibungsloses Auslaufen der Milchquote. Gegebenenfalls werde die Kommission Maßnahmenvorschläge unterbreiten. Eine Absage erteilte Müller einer Aussetzung der beschlossenen Quotenerhöhung um 1 % sowie einer Einschränkung der Saldierung von Unter- und Überlieferungen. Dies würde seiner Einschätzung nach lediglich die Quotenkosten für die Zukunftsbetriebe erhöhen.

AgE

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