16. Niedersächsisches Ernährungsforum in Hannover
Thematisch startete das Programm mit der Ernährung in der Schwangerschaft, ging dann über zu den Empfehlungen für den Säugling und die stillende Mutter und gab Einblicke in spezielle Themen, wie z.B. den Schwangerschaftsdiabetes. So fanden vor allem die ersten drei Fachvorträge bei den Zuhörern, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Ernährungsberaterinnen und Verbrauchern, großes Interesse. Der Ernährung der Schwangeren widmete sich die Diplom Ökotrophologin vom aid infodienst e.V. Maria Flothkötter. Sie stellte das „Netzwerk Junge Familien“ vor. Das Netzwerk hat sich zum Ziel gesetzt, einheitliche Handlungsempfehlungen zur Ernährung in der Schwangerschaft, Stillzeit und zur Säuglingsernährung zu entwickeln und zu verbreiten. Dazu wurden verschiedene Materialien entwickelt, die auf der Internetseite www.gesund-ins-leben.de eingesehen und bestellt werden können. Nach der Projektvorstellung drehte sich in dem Vortrag von Frau Flothkötter alles um die Ernährung in der Schwangerschaft. So räumte sie zum Beispiel mit dem Vorurteil auf, dass Schwangere für zwei essen müssen. Der Energiegehalt steige um ca. 10 % zum Ende der Schwangerschaft an, was z.B. einem Brötchen mit Käse entspreche. Allerdings steige der Nährstoffbedarf wesentlich höher an, vor allem an Folsäure, Jod und Eisen. Auch Kalzium sei ein wichtiger Nährstoff, auf dessen ausreichende Zufuhr in der Schwangerschaft geachtet werden solle. Und welches Lebensmittel ist da besser geeignet als die Milch. So werden für Schwangere täglich drei Portionen fettarme Milch und Milchprodukte empfohlen. Prof. Dr. med. Michael Krawinkel von der Justus-Liebig-Universität knüpfte thematisch direkt an den Vortrag an und erläuterte die Empfehlungen des Säuglings und der stillenden Mutter. So gilt das Stillen immer noch als beste Nahrung für den Säugling. Mit der Beikost sollte frühestens ab Beginn des 5. Monates begonnen werden, wobei jede Mutter das individuell einschätzen und auf die Bedürfnisse des Kindes achten sollte. Kuhmilch erhalten die Kinder mit der Einführung des Milch-Getreide-Breis und nach Vollendung des ersten Lebensjahres mit dem Übergang in die ausgewogene Ernährung, vorzugsweise sollte dann Milch vor allem zu Brotmahlzeiten gereicht werden. In Hinblick auf das Thema Schwangerschaftsdiabetes berichtete Privatdozentin Dr. med. Frauke von Versen-Höynck von der Medizinischen Hochschule Hannover über die aktuellen Empfehlungen aus der Praxis. So haben seit 2012 alle gesetzlich versicherten Schwangeren einen Anspruch auf einen Diabetestest in der Schwangerschaft.
In den Pausen konnten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter über die Vortragsthemen informieren, sich austauschen und an der Milchbar der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) mit einem erfrischenden Milchshake stärken. Auch hier hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, sich über das Lebensmittel Milch bei den Ernährungsberaterinnen der LVN zu informieren und zahlreiche Informationsmaterialien zum Vertiefen mit nach Hause zu nehmen.
LVN/Deckert
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