Quotenausnutzung

01. September 2019

Deutschland: Milchquoten bislang eingehalten

Bei den Berechnungen wurden die Daten zur Milchanlieferung und den Fettgehalten nach der Melde-Verordnung Milch bis einschließlich September zu Grunde gelegt. Für den Oktober ergaben sich nach vorläufigen Informationen eine Zunahme der Milchmenge um 0,7 % im Vergleich zum Vorjahresmonat sowie ein leichter Anstieg der durchschnittlichen Fettgehalte. In den ersten sieben Monaten wurden demnach 0,7 % mehr Milch angeliefert als im Vorjahreszeitraum. Bei zeitweise etwas höheren Fettgehalten schlägt die Fettkorrektur kalkulatorisch etwas stärker zu Buche als im Jahr zuvor, so dass sich die fettkorrigierte Milchmenge etwas stärker um 0,9 % erhöht hat. Damit ist die Anlieferung recht genau in dem Umfang gestiegen, der im Rahmen der verfügbaren Quoten möglich ist. Wenn das Milchaufkommen bis Ende März weiter ähnlich moderat steigt wie im bisherigen Verlauf des Quotenjahres, können die Quoten voraussichtlich eingehalten und damit Strafzahlungen vermieden werden.

Es ist allerdings nicht ganz auszuschließen, dass sich die expansiven Tendenzen wieder verstärken können. Die inzwischen steigenden Milchpreise könnten das Milchaufkommen stimulieren. Außerdem ist der saisonale Tiefpunkt der Milchanlieferung im laufenden Jahr möglicherweise etwas früher eingetreten als üblich. Dies hätte dann auch einen früheren saisonalen Anstieg zur Folge. In den noch verbleibenden vier Monaten des Quotenjahres können noch gravierende Änderungen beim Anlieferungsverhalten eintreten.

ZMB/LVN

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