Schulmilch: Leuchtturmschulen in Niedersachsen

21. Februar 2013

Schulmilch: Leuchtturmschulen in Niedersachsen

Dazu wurde durch die Studentin der Ökotrophologie an der Hochschule Anhalt Antje Wiemann ein Interviewleitfaden entworfen, anhand dessen mit den jeweiligen Interviewpartnern vor Ort ein qualitatives Interview durchgeführt werden konnte (d.h. es wurden offene Frage gestellt). Von 20 Schulen erklärten sich 13 Schulen bereit, an der Befragung teilzunehmen. Die Interviews wurden größten Teils direkt in den Schulen durchgeführt, lediglich zwei Befragungen fanden telefonisch statt. Als erstes Ergebnis lagen die ausführlichen Gesprächsprotokolle der Interviews vor.

Die Bachelorarbeit enthält die vollständigen transkribierten Interviews, sowie die  statistischen Daten wie Interviewtermin, Interviewpartner und dessen Funktion, Anzahl der Schüler, Schulmilchlieferant, Entfernung Schulmilchlieferant – Schule sowie den prozentualen Schulmilchabsatz. Hierin können Interessierte im Einzelnen nachlesen, wie der Ablauf der Schulmilchabwicklung in jeder der Schulen geregelt ist und was die Verantwortlichen aus ihrer Sicht als Gründe für den Erfolg angeben.

Die Ergebnisse konnten anschließend mittels einer qualitativen Inhaltsanalyse ausgewertet werden.

Denkbare Gründe für einen positiven Schulmilchabsatz, so heißt es in der Bachelorarbeit, sind unter anderem die in allen Schulen vorhandenen Kühlmöglichkeiten, die es den Schülern ermöglicht, die Produkte in einer angenehmen Trinktemperatur zu verzehren. Außerdem ist die Grundeinstellung zum Thema Schulmilch in den Schulen positiv, besonders das intensive Engagement des Schulmilchbeauftragten spiegelt sich in den Absatzzahlen wider. Des Weiteren ist eine gute Zusammenarbeit mit dem Schulmilchlieferanten von großer Wichtigkeit. Zusätzliche Serviceleistungen seitens des Lieferanten, wie beispielsweise das Bereitstellen von Probegetränken, wirken sich positiv auf den Schulmilchabsatz aus. In vielen Fällen haben die Schüler ein Mitspracherecht bei der Auswahl der Produkte. Zusätzlich gibt es in fast allen Schulen einen Milch- oder Kakaodienst. Auch der Einbezug der Schüler in die Schulmilchabwicklung zeigt sich in dem prozentual hohen Absatz der Schulmilch in der jeweiligen Schule.

Die Verhaltensweisen der Leuchtturmschulen können nun für andere Schulen eine Vorbildfunktion besitzen. Außerdem könnten mit den Ergebnissen der Analyse Folgeprojekte, wie z.B. ein Leitfaden, entworfen werden, um andere Schulen in Niedersachsen davon profitieren zu lassen.

Die vollständige Bachelorarbeit zum Nachlesen erhalten Sie gerne auf Anfrage!

LVN/Möhring

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