Babynahrung wird zur Schmuggelware
Zudem flog ein professioneller Händlerring auf, der unerlaubt Ware im Wert von mehr als 100 000 Euro über die Grenze schaffen wollte. Im gesamten Jahr 2012 waren dagegen nur 420 Drogenschmuggler Dingfest gemacht worden.
Seit dem 1. März hat Hongkong die zulässige Ausfuhrmenge von Baby-Milchpulver auf zwei Dosen á 900 g beim Grenzübertritt nach China begrenzt, um einen Ausverkauf im eigenen Staatsgebiet durch Festlandschinesen zu verhindern. In China gibt es aufgrund der sehr hohen Nachfrage Angebotsengpässe für Säuglingsnahrung aus dem Ausland, die insbesondere nach dem Melamin-Skandal 2008 den heimischen Produkten vorgezogen wird. Dadurch sind die Preise in die Höhe geschossen und große Gewinnspannen entstanden. So kostet laut Medienberichten eine Dose Trockenmilch für Säuglinge in Neuseeland zurzeit rund 20 NZ$ (13,06 Euro), während sie in den chinesischen Geschäften für 70 NZ$ (45,71 Euro) verkauft wird. Aufgrund des großen Preisunterschieds begannen Privatpersonen im großen Stil Ware einzukaufen und nach China zu senden, woraufhin die neuseeländischen Supermärkte die Abgabe von Baby-Milchpulver rationieren mussten.
Auch der staatlichen Seite ist die unkontrollierte Ausfuhr der Milchtrockenerzeugnisse ein Dorn im Auge, die vor allem zum Schutz des Qualitätsstandards nur registrierten Exporteuren erlaubt ist. Medienberichten zufolge ist die legale Ausfuhr von Säuglings-Milchpulver von Neuseeland nach China sprunghaft gewachsen: Beliefen sich die Exporterlöse 1999 noch auf 63 Mio NZ $ (41,1 Mio Euro), dürfte der Warenwert dieses Jahr bei 1 Mrd NZ$ (653 Mio Euro) liegen. AgE
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