Welcher Milchtyp bin ich?

12. September 2013

Welcher Milchtyp bin ich?

Aber danach schließt sich meistens die Frage nach den Nährstoffen an. Enthalten die verschiedenen Milchsorten auch die gleichen Nährstoffe und sind sie alle gleich gesund? Dazu muss ich zunächst schauen, wie sich die Milchsorten unterscheiden. Und dabei ist die Herstellung der Milch ein wichtiger Punkt. Die Tabelle zeigt auf einen Blick, wo die Unterschiede in der Verarbeitung liegen.


* Mikrofiltration: Bei der Mikrofiltration wird die Magermilch durch einen speziellen Filter geleitet, durch den fast alle Keime herausgefiltert werden. Der Rahm der Milch wird bei 115-125°C für wenige Sekunden erhitzt. Zum Schluss wird die gesamte Milch auf herkömmliche Weise pasteurisiert.

Somit liegen die Unterschiede vor allem in der Erhitzung, wodurch sich auch der unterschiedliche Geschmack der Milch bildet. So kann ich eine H-Milch relativ gut durch ihren etwas leicht süßlichen Geschmack herausschmecken. Aber eine länger haltbare Milch von einer traditionell hergestellten Milch anhand des Geschmacks zu unterscheiden, fällt vielen Verbrauchern schwer, da die Unterschiede – vor allem bei mikrofiltrierter Milch – gering sind.

Bei der Frage nach dem Milchtyp spielt auch die Haltbarkeit, die aus der Art der Erhitzung resultiert, eine große Rolle. Die Wahl der Milchsorte ist vom individuellen Einkaufsverhalten, von den Kühlschrank- bzw. Lagerkapazitäten in den Haushalten, abhängig. Entscheidend ist, ob ich mehrmals die Woche Milch einkaufe, nur einmal die Woche oder der Vorratstyp bin, der lieber mehrere Liter H-Milch bei Zimmertemperatur lagert und immer nur einen Liter Milch im Kühlschrank aufbewahrt.

Auch die Art der Verwendung im Haushalt spielt bei der Milchauswahl eine Rolle. Für was nutze ich die Milch: zum Kochen, zum pur Trinken oder für Milchschaum?

In Bezug auf die Nährstoffe gibt es eine Eindeutigkeit, denn es ist festgestellt worden, dass sich die verschiedenen Sorten kaum unterscheiden. Da das Kalzium hitzestabil ist, ist es in allen Milchsorten gleich enthalten (übrigens gilt dieses auch für die fettarme und vollfette Milch). Lediglich die hitzeempfindlichen Vitamine werden durch eine höhere Erhitzung mehr zerstört. Das sind in der Milch vor allem die B-Vitamine. Allerdings sind diese Unterschiede sehr gering (Vitamin B-Verlust: Traditionell hergestellte Milch: 0-10%, länger haltbare Milch: 10-20%, H-Milch: 10-25%).

Die Frage nach dem Milchtyp kann jeder am besten für sich selbst entscheiden. Die Angebotspalette ist vielfältig und so kann jeder das aussuchen, was ihm am besten schmeckt und was am besten zu seinen Gewohnheiten passt. Aus ernährungsphysiologischer Sicht muss sich keiner Gedanken machen, denn die hier genannten Milchsorten werden als gleich wertvoll eingestuft.

Das könnte dich auch interessieren