Ergebnis der 42. Quotenbörse

03. April 2014

Ergebnis der 42. Quotenbörse

Der Deutsche Bauernverband (DBV) ermittelte für die Aprilbörse 2014 in Deutschland einen gewogenen Durchschnittspreis von 8 Ct/kg Milch. Im Vergleich zum vorherigen Börsentermin im November 2013 ist der Quotenpreis damit bundesweit um 1 Ct/kg gestiegen Im Übertragungsgebiet West wurde die Quote mit 8 Ct/kg gehandelt, das war 1 Ct mehr als beim Börsentermin im November. Im Übertragungsgebiet Ost legte der Preis ebenfalls um 1 Ct auf nun 5 Ct/kg zu.
Bezogen auf die Anzahl der Teilnehmer hat das Interesse an der aktuellen Quotenbörse zumindest auf der Angebotsseite im Vergleich zum Termin Anfang November leicht zugenommen. Die Nachfrage nach Lieferrechten war dagegen deutlich reduziert. Während das Angebot mit 251.374 t um 22.056 t oder knapp 10 % höher ausfiel als beim vorherigen Termin, ging die Nachfrage zeitgleich um gut 40 % oder 272.385 t auf 403.069 t zurück. Dennoch war die Nachfrage nahezu um die Hälfte höher als das Angebot. Der Nachfrageüberhang belief sich auf rund 151.695 t und hat sich damit gegenüber der Börse im November 2013 auf rund ein Drittel reduziert.

Insgesamt wurden 247.475 t Lieferrechte übertragen. Das waren 18.541 t mehr als im November und darüber hinaus rund 0,8 % der nationalen Garantiemenge in Höhe von 30.228 Mio. t, die den deutschen Milchbauern im Quotenjahr 2014/15 zur Verfügung steht. Von der bundesweiten Handelsmenge entfielen 207.762 t auf das Übertragungsgebiet West und 39.713 t auf das Übertragungsgebiet Ost.

Wie auch bei den letzten Übertragungsterminen wandern die Milchquoten erneut von Süd nach Nord. Besonders Bayern hat mit 63 Mio. kg Quoten an andere Bundesländer abgegeben. Nach Niedersachsen und Schleswig-Holstein wanderten 53 Mio. kg (davon 80% nach Niedersachsen), nach Nordrhein Westfalen 29 Mio. kg. Im Übertragungsgebiet Ost hat dieses Mal – anders als in den Vorjahren – Mecklenburg-Vorpommern Quoten abgegeben, auch Sachsen-Anhalt weist  einen leicht negativen Saldo auf. Niedersächsische Milcherzeuger haben insgesamt 87,5 Mio. kg über die Börse hinzugekauft. Außerdem erhalten sie aus der Landesreserve zum Ausgleich des Nachfrageüberhangs unentgeltlich 1,7 Mio. kg. Der Nachfrageüberhang konnte in Niedersachsen voll ausgeglichen werden. Er war  bei diesem Übertragungstermin mit 1,9% ausgesprochen gering. Der effektiv zu zahlende Preis sinkt durch den Ausgleich geringfügig auf 7,85 Cent/kg.


Aufgrund der hohen Milcherzeugungsmenge und der auch für das letzte Milchquotenjahr 2014/15 drohenden Superabgabe hätten die Marktteilnehmer sehr besonnen reagiert, erklärte der DBV. Trotzdem konterkariere die Quotenpreisentwicklung das erklärte Ziel der Politik einer „sanften Landung“. Der nächste Termin für die Milchquotenbörse findet am 1. Juli 2014 statt.

Das könnte dich auch interessieren