Tier- und Umweltschutz als zentrale Herausforderungen für Zucht und Forschung

Tier- und Umweltschutz als zentrale Herausforderungen für Zucht und Forschung

Künstliche Besamung, Embryotransfer, genomische Selektion und viele weitere Verfahren stellten beispielsweise in der Rinderhaltung sicher, dass mit weiter steigenden Leistungen zu rechnen sei.
Diese ökonomischen Zugewinne stießen in der heutigen Gesellschaft allerdings zunehmend auf Widerstand, betonte der Leiter des Referates „Tier und Technik“ im Agrarressort. Die wachsende Kluft zwischen dem Verbraucher und dem praktizierenden Landwirt haben ihm zufolge dafür gesorgt, dass inzwischen 40 % der Bevölkerung skeptisch gegenüber der „modernen Landwirtschaft“ sind. Echte Erfahrungen seien oft durch Informationen aus zweiter Hand ersetzt worden, die ihrerseits von diffusen Begriffen wie „Massentierhaltung“ geprägt seien.
Ungeachtet dessen sieht Polten im wachsenden Wunsch der Bürger nach mehr Tierwohl und Umweltschutz in der Landwirtschaft aber ein wichtiges und berechtigtes Grundelement des sich ändernden Verbraucherwillens. Dieser stellt nach seiner Einschätzung gerade die Züchter und die sie begleitende Agrarforschung vor neue und große Herausforderungen. Künftig könne es nämlich nicht mehr allein darum gehen, die Milchleistung oder das Muskelwachstum der Tiere zu steigern, erläuterte der Fachmann. Wichtige Aspekte einer zukunftsfähigen und gesellschaftlich akzeptierten Zucht seien vielmehr Aspekte der Tiergesundheit und der Schonung der natürlichen Ressourcen. Zucht und Agrarforschung müssten künftig daher stärker noch als bisher neben den ökonomischen auch ökologische und soziale Ansprüche erfüllen und damit im weiteren Sinne nachhaltiger werden, so Polten
AgE

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