Importstopp Russlands für Milch und weitere Lebensmittel
Die Ukraine war bereits zuvor für Milchimporte gesperrt worden. Von den größeren Milchexportländern können noch Neuseeland, Südamerika und die Schweiz sowie Weißrussland nach Russland exportieren. Inwieweit sich die Warenströme umverteilen werden und ob Russland seinen Bedarf an Milchprodukten in nächster Zeit adäquat decken kann, lässt sich derzeit noch nicht abschätzen. Nach Presseberichten haben die russischen Behörden Kontakt mit südamerikanischen Staaten aufgenommen, um die Lebensmittellieferungen aus dieser Region zu intensivieren. Südamerika ist allerdings kein großer Exporteur von Käse. Außerdem gehen die Lieferungen von dort überwiegend in benachbarte Länder wie Venezuela und Brasilien. Neuseeland und die Schweiz haben bislang keine größeren Käsemengen nach Russland geliefert.


An den gesamten Drittlandsexporten der EU hatte Russland 2013 einen Anteil von 14 %. Damit entfallen 1,6 % des Milchaufkommens der EU auf das Russlandgeschäft. In der ersten Jahreshälfte von 2014 waren die Lieferungen allerdings ohnehin bereits rückläufig, da zunehmend mehr Betriebe aus der EU die veterinärrechtliche Zulassung für den russischen Markt verloren hatten. Die Auswirkungen dürften je nach Produktgruppe und Land allerdings unterschiedlich ausfallen.
ZMB
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