Milchstudie sorgt für Aufregung

Milchstudie sorgt für Aufregung

  • Die Betonung in oben genannter Studie liegt auf „womöglich“ und zahlreichen Konjunktiven. Demnach dürfen jetzt keine voreiligen Schlüsse getroffen werden. Es handelt sich um eine reine Beobachtungsstudie, deren Ergebnisse immer sehr vorsichtig interpretiert werden müssen. Das Forscherteam selbst verweist darauf, dass Vorerkrankungen und sich daraus ergebende Einflussfaktoren ebenso ursächlich für die Korrelation sein können. Wir bedauern, dass weitere Daten nicht vorliegen, die die Zusammenhänge klar zuordnen könnten.
  • Alleine die Tatsache, dass die Autoren selbst darauf hinweisen, dass keine Verzehrs-Empfehlungen abgeleitet werden sollen, ist schon ein Hinweis darauf, dass die Daten dieser Studie allein nicht aussagekräftig genug sind.
  • Die allgemeine Studien- und Datenlage belegt klar den Gesundheitswert von Milch und Milchprodukten. So ist erst kürzlich eine Studie in Japan erschienen, die Milchkonsum mit einer niedrigeren Sterblichkeit in Verbindung bringt (Wang et al, 2014).
  • Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung basieren auf zahlreichen Studien und liegen bei 250 ml Milch/Joghurt sowie 50-60g Käse täglich für Erwachsene.
  • Hinsichtlich einer gesunden Knochenentwicklung ist gerade für Kinder und Jugendliche eine ausreichende Aufnahme des Mineralstoffs Calcium wesentlich. Je stärker der Knochen im Jugendalter aufgebaut ist, desto besser sind die Voraussetzungen für stabile Knochen im Alter. Die wesentliche Calciumquelle in der täglichen Ernährung sind Milch und Milchprodukte.

Eine weitere Prüfung wird Herr Prof. Rechenkammer vom Max Rubner Institut in der nächsten Woche vornehmen. Weitere Informationen zur Studie sowie das Abstract finden Sie unter folgendem Link: https://www.bmj.com/content/349/bmj.g6015
LVBM/LVN

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