„Mit Nothilfe Existenzen sichern“

23. August 2018

„Mit Nothilfe Existenzen sichern“

„Insgesamt sprechen wir von einer schweren Dürre“, erklärte Otte-Kinast. Die Erntemenge bezifferte sich auf 4,7 Millionen Tonnen Getreide für Niedersachsen. Das sind 22 Prozent weniger als 2017. Es gibt allerdings sehr große regionale Unterschiede. „Die schlechteste Getreideernte seit 1976″, sagte die Ministerin. Besonders stark sind die Futterbaubetriebe betroffen, die auf Grünland wirtschaften. „Kein Regen, kein Gras“, schilderte Otte-Kinast die Situation. Erste Meldungen von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) weisen beim Mais auf Ertragseinbußen von 30 Prozent hin. Für Kartoffeln und Rüben liegen noch keine Ergebnisse vor, da die Ernte noch nicht abgeschlossen ist.
Die Landesregierung stellt umgehend eine Nothilfe für Härtefälle von fünf Millionen Euro bereit. Der Bund stockt die Summe um weitere fünf Millionen auf. Diese zehn Millionen Euro sollen Betrieben zu Gute kommen, die durch die Dürre in Existenznot geraten sind und keinerlei Spielraum haben. Das Antragsverfahren soll im Herbst eröffnet werden, damit das erste Geld noch 2018 auf die Höfe kommt. „Für mich ist klar: Wer in seiner wirtschaftlichen Existenz bedroht ist, dem muss geholfen werden“, sagte die Ministerin.
Noch ist völlig offen, in welcher Höhe Hilfsmittel vom Bund nach Niedersachsen fließen. Im Augenblick geht Niedersachsen davon aus, dass sich der Schaden bei den existenzbedrohten Betrieben in Niedersachsen insgesamt auf bis zu 80 Millionen Euro beläuft. Davon sollen 50 Prozent ausgeglichen werden. Für diese Betriebe, die durch die Dürre in Existenznot geraten sind und keinerlei Spielraum haben, werden Bund und Länder den Ausgleich der Dürreschäden jeweils zur Hälfte übernehmen. Demnach könnte sich der Anteil Niedersachsens auf bis zu 20 Millionen Euro belaufen.
Ministerin Otte-Kinast: „Die nächsten Tage werden auch in Absprache mit dem Bund darüber Klarheit bringen, wie das genaue Verfahren läuft.“ Am 27. August findet in Berlin das nächste Treffen statt. Bis Mitte September soll eine Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern unterschrieben werden.

Nds. Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

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