Forschungsarbeit

23. August 2018

Forschungsarbeit „Verminderung von Aufzuchtverlusten in nds. Milchviehbetrieben“ erfolgreich

Mehr als 2.000 Kälber untersuchten sie, nahmen Blut- und Kotproben, führten BCS (Body Condition Score) durch und, und, und. Das Besondere der Forschungsarbeit bestand darin, dass das TiHo-Team die Betriebe nach mehreren Monaten ein weiteres Mal aufsuchte. Dabei erfassten die Tierärztinnen dann, welche Beratungsempfehlungen die Landwirte nicht umsetzen und was die Gründe für die fehlende oder mangelnde Umsetzung waren. Die Betriebsleiter bekamen nach dem ersten Besuch ein umfassendes Empfehlungsschreiben an die Hand, das die positiven und verbesserungsbedürftigen Managementaspekte detailliert aufführte. Dieses Schreiben enthielt eine Kurzzusammenfassung, Problemliste, konkrete Empfehlungen, Wachstumsverlauf, Kolostrumversorgung und die Ergebnisse der Untersuchungen. Es gab nicht nur fachliche Ratschläge, sondern es galt mehr Erkenntnisse über die Motivationslage sowie die Bedürfnisse und Wünsche der Betriebsleiter für die Beratung herauszufinden. Die Ergebnisse waren sehr aufschlussreich: So war die Umsetzungshäufigkeit der Empfehlungen im Hinblick auf die Kolostrumversorgung zwar am höchsten, der Erfolg des Immuntransfers über die Biestmilch ließ aber in vielen Fällen zu wünschen übrig, was die Blutuntersuchungen verdeutlichten. Generell stellte das TiHo-Team fest, dass eine einmalige Beratung eines Betriebes meist nicht ausreichend ist. Notwendig ist vielmehr eine kontinuierliche Betreuung, um Verbesserungen zu erreichen.
Eine Zusammenstellung von praxisnahen Empfehlungen zur Kälberaufzucht brachte die LVN bereits vor einigen Jahren in Form eines „Kälberleitfadens“ auf den Weg. Diesen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik „Milchprofis“ unter „Leitfäden Tiergesundheit“ zum Herunterladen. Er ist aber auch als Poster erhältlich, das Sie bei der LVN bestellen können.

LVN/Fritsch

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