Milchmengen nah am Vorjahresniveau

20. September 2018

Milchmengen nah am Vorjahresniveau

Zuvor war es hitzebedingt zu einem kurzfristigen, aber starken Einbruch bei den Rohstoffmengen gekommen, wobei seinerzeit im Norden und Osten Deutschlands die stärksten Rückgänge zu verzeichnen waren.
In der 36. Kalenderwoche haben die Molkereien bundesweit 0,6 % weniger Rohstoff erfasst als in der Vorwoche. Dies geht aus aktuellen Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) hervor. Zum Monatsbeginn bewegten sich die angedienten Mengen um 0,2 % unter dem Vorjahresniveau, wodurch sich erneut ein leichter Rückstand eingestellt hat. Unabhängig davon liegt das Rohstoffaufkommen, auch vor dem Hintergrund der knappen Futtersituation in den Milchviehbetrieben, weiter über den Erwartungen der Marktbeteiligten.

Uneinheitliche Preisentwicklungen an den Rohstoffmärkten
Im Zuge der Normalisierung bei den Anlieferungsmengen und der mittlerweile einsetzenden Erholung bei den Inhaltsstoffen ist ausreichend Rohstoff vorhanden.
Im Verlauf der ersten Septemberhälfte haben sich die Preise an den Rohstoffmärkten zumeist schwächer entwickelt. Kurzfristig hat die erhöhte Verfügbarkeit zu Überschüssen im Markt geführt, die zum Ende der ersten Septemberhälfte bei Konzentraten zu Preiskorrekturen nach unten geführt haben. Dies war besonders deutlich bei Sahne der Fall. Zuletzt haben sich die Preise weitgehend auf den reduzierten Niveaus stabilisiert, wenngleich der Verlauf über die Monatsmitte, vor allem auf der Fettseite, nahezu im täglichen Rhythmus von kurzen und starken Schwankungen gekennzeichnet war.
Eine gewisse Stabilisierung war Mitte September auch bei Rohmilch am Spotmarkt zu verzeichnen. Nach den zuvor rückläufigen Entwicklungen ergaben Berechnungen des ife Institutes in Kiel für die 37. Kalenderwoche im Bundesmittel ein leichtes Minus um 0,1 C auf 36,1 Ct/kg.

AMI

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