

Unter der bewährten Leitung des Ausschussvorsitzenden Dr. Klaus Hein und unter Beteiligung zahlreicher Fachleute der Mitgliedsorganisationen sowie Gäste tagte der Qualitätsausschuss der Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen e.V. (LVN) am 23. September 2025 in Verden.
Zum Rohmilch-Monitoring wurden die Auffälligkeiten in den Poolproben vorgestellt und beraten. Fälle gab es in den letzten 12 Monaten weiterhin bei Aflatoxin. Allerdings konnte auf die meisten Vorkommnisse aufgrund des Monitorings sowie der schnellen Meldungen der Futtermittelunternehmen dank der QM-Futtermittelvereinbarung adäquat reagiert werden. Die LVN stellt nach wie vor auf ihrer Website umfangreiches Material zum Thema Aflatoxin zur Verfügung.
Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover arbeitet weiterhin mit Phagen, um diese bei Eutergesundheitsstörungen einsetzen zu können.
Auch im Jahr 2025 wurden die Workshops für Milcherzeugerinnen und Milcherzeuger sowie Herdenmanagerinnen und Herdenmanager zur Verbesserung der Eutergesundheit fortgeführt. Im Vordergrund steht hierbei die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes (Nutzung von Schnelltests bei der Mastitistherapie, selektives Trockenstellen) bei gleichzeitiger Sicherstellung eines hohen Eutergesundheitsniveaus. Die Beratungen finden in Workshops statt, deren Teilnehmerzahl begrenzt ist, um einen intensiven Austausch der Teilnehmenden untereinander zu ermöglichen. Die Rückmeldungen sind durchweg positiv ausgefallen. 2026 sollen ähnliche Workshops unter Berücksichtigung weiterer Schwerpunkte (z. B. Klimawandel/Hitzestress, Klauengesundheit) durchgeführt werden.
Die LVN betreut die Homepage der Kälberinitiative Niedersachsen (KiNi) und wird dies auch in 2026 übernehmen. Allerdings ist eine Fortführung der Kälberinitiative in bestehender Form ab 2026 zurzeit noch nicht vorgesehen.
Im Jahr 2025 hat sich die LVN an der Erstellung eines neuen Biosicherheitskonzeptes für rinderhaltende Betriebe beteiligt, welches federführend von der Tierseuchenkasse und dem Landvolk Niedersachsen organisiert wurde. Mit Hilfe des Konzepts kann der Tierhalter betriebsindividuell prüfen, ob er den Anforderungen verschiedener Rechtsgrundlagen gerecht wird und wie diese auf seinem Betrieb umgesetzt werden. Für 2026 plant die LVN eine Erstellung von Informationsfilmen für Landwirte, in denen die Anwendung des Biossicherheitskonzeptes erläutert wird.
Die LVN stellte den Stand des Leitfadens “Gute Melkarbeit“ vor. Er wurde bereits im Jahr 2024 gemeinsam mit dem Landeskontrollverband Niedersachsen erstellt. Im Jahr 2025 wurde der Leitfaden in weitere Sprachen übersetzt. Der Leitfaden ist auf der LVN-Website einsehbar und wird derzeit schon von verschiedensten Institutionen genutzt.
Zur Unterstützung von Milcherzeugern, die sich z. B. unberechtigten Vorwürfen wegen angeblicher Tierschutzvergehen ausgesetzt sehen, hat die Fokus Milch GmbH 2025 einen Rahmenvertrag mit der AWADO Kommunikationsberatung geschlossen. Milcherzeuger und Molkereien können sich im Krisenfall zu fixen Konditionen beraten lassen. Für mehr Informationen kontaktieren Sie gerne Herrn Dr. Paduch unter paduch@milchland.de.
Für die Klimaplattform Milch, die die Fokus Milch GmbH koordiniert, steht seit Mai 2025 eine neue Anwendung zur Verfügung, die nun auf dem BEK Standard 2025 basiert. Damit wurde eine Vereinheitlichung der Methodik für die meisten deutschen Molkereien geschaffen.
Frau Dr. Eisenberg von der Niedersächsischen Tierseuchenkasse (TSK) geht auf die aktuelle Tierseuchensituation ein. Sie erläutert den MKS-Ausbruch in Deutschland. Bezüglich BTV kommen derzeit unterschiedliche Serotypen in Europa vor. In Deutschland gehen die Fälle deutlich zurück. Die TSK unterstützte Impfungen durch Beihilfen bei circa 50 % der Rinder. Die Härtebeihilfe ist mittlerweile ausgelaufen und die Impfbeihilfe endet am 31.12.2025.
EHDV und LSD sind Erkrankungen bei Wiederkäuern, die in Europa auftreten und dessen Ausbreitung über Vektoren (Gnitzen) und Tierhandel weiterhin gegeben ist. Frau Dr. Eisenberg schließt mit dem Fazit, dass zahlreiche Tierseuchen und weitere Erkrankungen durch Globalisierung und Klimawandel präsent sind und werden können. Sie betont die hohe Bedeutung der Stärkung der Prävention, der Biosicherheit und des Schließens von Lücken.
Die nächste Sitzung des Qualitätsausschusses wird am 22.09.2026 stattfinden.
LVN/Lahmann
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