Milchanlieferung niedriger

Mitte April war die Milchanlieferung in Deutschland von einem weitgehend stabilen Verlauf gekennzeichnet. Der zu dieser Jahreszeit übliche Anstieg zeigte sich lediglich in sehr begrenztem Umfang.

Berechnungen der Zentralen Milchmarkt Berichterstattung (ZMB) weisen für die 16. Kalenderwoche bundesweit eine Zunahme der bei den Molkereien angedienten Rohmilch um 0,1 % aus. Infolgedessen wurden die Vorjahresmengen zur Monatsmitte um 1,1 % unterschritten, nachdem sich der angelieferte Rohstoff zuvor seit Februar, abgesehen von gewissen Schwankungen, weitgehend auf der Vorjahreslinie bewegt hatte. In der Summe erfassten die Molkereien im ersten Drittel dieses Jahres schätzungsweise knapp 1 % weniger Milch als im entsprechenden Zeitraum in 2018, die Mengen aus 2017 wurden hingegen in diesem Jahr durchgängig übertroffen.

Rohstoffpreise auf erhöhtem Niveau stabil
An den Rohstoffmärkten bestimmten in der Woche nach Ostern festere Tendenzen das Bild. Das Angebot an Rohmilch fiel niedriger aus als erwartet. Gleichzeitig gab es auf der Käuferseite, im Zuge der sommerlichen Witterung belebte Absätze an Frischprodukten und Eiscreme, teils noch kurzfristigen Bedarf. Hierfür riefen die Anbieter sowohl bei Magermilchkonzentrat als auch bei Industrierahm höhere Preisforderungen auf. Über den Monatswechsel zum Mai bewegten sich die Erlösmöglichkeiten für Konzentrate zumeist unverändert auf dem zuvor erhöhten Niveau. Angebot und Nachfrage standen sich dabei recht ausgeglichen gegenüber. Bei Rohmilch am Spotmarkt setzten sich die leicht festeren Tendenzen fort. Für die 17. Kalenderwoche ermittelte das ife Institut für Ernährungswirtschaft Kiel ein Bundesmittel von 29,1 Ct/kg, das waren 0,3 Ct mehr als in der Woche zuvor.

AMI

Das könnte dich auch interessieren