Aus der Sitzung des Qualitätsausschusses der LVN

15. September 2011

Aus der Sitzung des Qualitätsausschusses der LVN

Bezüglich QM-Milch (Durchführung der Hofaudits) wurden noch einmal die Vor- und Nachteile der Akkreditierung des Systems diskutiert. Abschließend wurde der Beschluss zur Akkreditierung bestätigt. Basis für die Ak-kreditierung ist die Anerkennung des bundeseinheitlichen QM-Standards durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS), die sich mehrmals verzögert hatte und mit der bis zum Jahresende gerechnet wird. Die Umstellung in Niedersachsen soll in 2012 vollzogen werden, so dass die Durchführung der Hofaudits ab Januar 2013 (mit Beginn des vierten Auditdurchgangs) unter akkreditierten Bedingungen erfolgen kann. Die Akkreditierung betrifft ausschließlich die formale Verankerung des Systems, sie ändert nichts an den Inhalten der Hofaudits.

Das Milch-Monitoring soll um die flächendeckende Untersuchung auf Dioxin und dl-PCB erweitert werden. Außerdem sollen spezielle Untersuchungen aufgenommen werden, die für den Export von Milchprodukten nach Russland gefordert werden.

Eingehend wurden die Meldepflichten, die sich aus der Änderung des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches (LFGB) im August ergeben, erörtert. Man kam zu dem Schluss, dass die Änderungen nicht die Meldung von positiven Hemmstofffällen an die Veterinärbehörden auslösen. Andererseits wird sich die LVN bezüglich der Meldung von Hemmstofffällen nach der Verordnung (EG) 853/2002 mit dem Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung (ML) in Verbindung setzen.

Im Zusammenhang mit der Akkreditierung und der Meldung von Rückstandsüberschreitungen wurden mehrere Vorschläge zur Änderung der Milchlieferungsordnungen der Molkereien besprochen, die mit den Genossenschaftsverbänden weiterberaten werden sollen.

Abschließend berichteten Herr Dr. Bohlsen vom Landeskontrollverband Weser-Ems e.V. (LKV) und Herr Buermeyer vom Institut für Milchuntersuchung Niedersachsen – Bremen GmbH (IfM) in Verden über die PCR-Diagnostik von Mastitiserregern. Das Verfahren bietet sich als Ergänzung zu den bestehenden mikrobiologischen Untersuchungen an, um schnell und ohne großen Aufwand (eine sterile Probenahme ist nicht erforderlich) einen Überblick über den Erregerstatus einer Herde zu bekommen.

LVN/Fritsch

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