Bauernverband weist UBA-Kritik zurück
„Die Fakten der Studie stimmen nicht überein mit der schlechten Benotung, die das UBA der deutschen Landwirtschaft ausstellt“, erklärte der stellvertretende DBV-Generalsekretär Udo Hemmerling in einem Interview mit dem MDR-Hörfunk.
Seinen Angaben zufolge sind die Bilanzüberschüsse bei Stickstoff in den letzten 20 Jahren um mehr als 20 % gesunken. Die Treibhausgase seien ebenfalls um rund ein Fünftel zurückgegangen. Auch Pflanzenschutzmittel würden heute nur noch unter sehr engen Zulassungskriterien des Umweltbundesamtes selbst genehmigt.
„Die deutschen Bauern betreiben Landwirtschaft, um hochwertige Nahrungsmittel zu erzeugen“, stellte Hemmerling fest. Das versuchten sie „so gut wie möglich und auch so emissionsarm wie möglich, mit erheblichen Verbesserungen in den vergangenen zwei Jahrzehnten.“ Leider kämen diese Botschaften nur im Kleingedruckten der UBA-Studie vor. Im weltweiten Vergleich arbeite die deutsche Landwirtschaft schon heute nachhaltig und mit vergleichsweise wenig Emissionen.
Wirtschaftlich nicht attraktiv sei für viele Landwirte die vom UBA empfohlene Umstellung auf ökologischen Landbau. Daran könne auch die Förderung nur begrenzt etwas ändern, betonte Hemmerling.
AgE/LVN
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