BMMF Erreger Rind- und Kuhmilchprodukte

25. April 2019

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) hat im Februar Erkenntnisse zu neuartigen Infektionserregern mit der Bezeichnung „Bovine Milk and Meat Factors“ (BMMF) vorgestellt. Das Thema wird zunehmend in der Öffentlichkeit diskutiert. Wir haben die wichtigsten Informationen für Sie zusammengefasst.

Worum geht's?
Laut DKFZ wurden die Erreger bislang in Kuhmilch, Kuhmilchprodukten und Blutserum gesunder Rinder nachgewiesen. Laut DKFZ können sie Entzündungen hervorrufen, die eine maligne Entartung (Krebs) von Zellen in Brust und Dickdarm begünstigen. Möglicherweise könnte ein indirekter Zusammenhang zwischen dem Verzehr verschiedener vom Rind stammender Lebensmittel und dem Auftreten einiger Krebsarten beim Menschen interpretiert werden. Das DKFZ vermutet, dass Säuglinge mit noch nicht ausgereiftem Immunsystem innerhalb ihres ersten Lebensjahres beim Zufüttern von Kuhmilch mit BMMF infiziert werden. Sie schlussfolgern, Säuglinge nicht zu früh mit Kuhmilch zu ernähren.

Was sagt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)?
Das BfR und das Max Rubner-Institut (MRI) kommen zu dem Ergebnis, dass eine Bewertung möglicher Risiken durch die BMMF als mögliche Krebsrisikofaktoren aufgrund unzureichender Datenlage nicht möglich ist. In Einklang mit der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) wird empfohlen, den Fleischverzehr auf maximal 600 g/Woche zu begrenzen. Dagegen wird nach dem gegenwärtigen Stand des Wissens der Konsum von Kuhmilch weiterhin uneingeschränkt empfohlen.

Weitere Infos zum Thema gibt es beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

BfR/LVN

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