Butterexport

20. Juli 2017

Seit Januar sanken Exporte von Butter und Butteröl

Butter gesucht und knapp verfügbar
Seit Jahresbeginn sind die Ausfuhren an Butter, gemessen an den zehn größten Exporteuren, um rund 16,5 Prozent geringer ausgefallen als noch ein Jahr zuvor. Damit setzte sich die Entwicklung der rückläufigen Ausfuhren der Vormonate fort.
Die Exportmengen aus der EU gingen deutlich um rund ein Viertel zurück, in Australien halbierten sich die ausgeführten Mengen sogar. Aber auch die Butterexporte aus den USA und Neuseeland, und damit aus allen wichtigen Erzeugerländern weltweit, waren im Betrachtungszeitraum rückläufig. Die verringerte Milchanlieferung, vor allem in der EU und Australien, führte zu einem knappen Angebot an Milchfett. Hinzu kam eine gesteigerte Nachfrage auf den heimischen Märkten. Denn die Verbraucher kehren den Light-Produkten mehr und mehr den Rücken und bevorzugen Milchprodukte mit höheren Fettgehalten. Diese Gemengelage führte zu einer zunehmenden Verknappung des Rohstoffs und damit auch der fetthaltigen Produkte, allen voran der Butter.
Nachgefragt wurde Butter nach wie vor von dem großen Importeur China, der seine Einfuhren im Betrachtungszeitraum um nochmals zwei Prozent steigerte. Das Reich der Mitte importierte knapp 38.000 t, davon kamen rund elf Prozent aus der EU. Auch Russland war ein großer Nachfrager am Weltmarkt und folgte als zweit größter Importeur dicht auf China. Russland baute seine Importe zudem um 17 Prozent deutlich aus. Die europäischen Hersteller konnten davon jedoch weiterhin nicht profitieren: Das Einfuhrverbot für Milchprodukte aus der EU nach Russland besteht bis mindestens Ende 2017. Da die EU ihre Sanktionen gegen Russland zuletzt nochmals verlängert hat, dürfte das Handelsembargo gegebenenfalls auch noch darüber hinaus bestehen bleiben.

AMI

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