Deutschland: Milchquotenausnutzung April bis August 2013 (vorläufige Bilanz)




Zu Beginn des aktuellen Milchwirtschaftsjahres haben die deutschen Milchviehhalter zunächst lediglich in geringem Umfang mehr Milch an die Molkereien geliefert als im Vorjahr. Von April bis Juni lagen die Anlieferungsmengen im Schnitt um rund 0,7 % oberhalb des Vorjahresniveaus. Seit dem Beginn des 2. Halbjahres haben die expansiven Tendenzen jedoch zugenommen.
Im Juli stand den Molkereien basierend auf den Ergebnissen der Schnellberichterstattung der ZMB rund 2,5 % und im August sogar 3,5 % mehr Milch für die Verarbeitung zur Verfügung als 12 Monate zuvor. Hierzu haben die höheren Milchpreise in Verbindung mit der entspannteren Kostensituation in der Milcherzeugung beigetragen. Insgesamt summierte sich die Milchanlieferung von April bis August 2013 in Deutschland auf schätzungsweise rund 13,0 Mio. t, das waren 1,7 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Abgesehen von den Monaten Juni und Juli waren die Fettgehalte in der Anlieferungsmilch im Betrachtungszeitraum höher als im Jahr zuvor. Insgesamt ergab sich für den Zeitraum April bis August 2013 gegenüber dem Referenzzeitraum des Vorjahres ein leicht höherer Fettgehalt. Dadurch fiel die Fettkorrektur mit rund 85.200 t um knapp 5 % umfangreicher aus als im Vorjahr. Für die ersten 5 Monate des Abrechnungszeitraumes summierte sich die fettkorrigierte Milchanlieferung auf knapp 13,1 Mio. t. Das waren ebenfalls 1,7 % mehr als vor Jahresfrist. Daraus errechnet sich für die Monate April bis August 2013 eine Ausnutzung der anteiligen Garantiemenge von 100,7 %. Die Berechnung der Fettkorrektur ist jedoch, wie die gesamte Quotenschätzung, immer mit gewissen Unsicherheiten behaftet. Der monatliche Fettgehalt wird lediglich als Mittel für das Bundesgebiet ausgewiesen. Die Ermittlung der Fettkorrektur erfolgt jedoch für jeden Erzeuger separat. Hierbei werden individuell die Abweichungen zum Referenzgehalt festgestellt. Nach der Umstellung des EU-Rechtes werden Abweichungen nach oben mit 0,09 und nach unten mit 0,18 gewichtet. Da aber keine Informationen zu den Anteilen von Über- zu Unterlieferungen vorliegen, kann die umgestellte Methodik zu weiteren Ungenauigkeiten bei den Berechnungen führen.
AMI/ZMB
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