Deutschland: Quote anhaltend stark überliefert

27. November 2014

4. Deutschland: Quote anhaltend stark überliefert

Die Milchanlieferung stieg um 4,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, während die durchschnittlichen Fettgehalte zurückgegangen sind. Die daraus resultierende niedrigere Fettkorrektur, die sich nicht exakt prognostizieren lässt, bringt für das Gesamtergebnis aber kaum Entlastung.

Im Oktober hat sich das Wachstum des Milchaufkommens im Vergleich zum Vorjahresniveau laut der wöchentlichen Schnellberichterstattung der ZMB erstmals stärker auf schätzungsweise 2 % verringert. Dies führt aber nur insofern zu einer Entspannung der Lage, dass die mengenmäßigen Überlieferungen langsamer wachsen. Aller Voraussicht nach wird das letzte Quotenjahr mit der höchsten Überlieferung in der Geschichte des Quotensystems enden. Auch wenn die Milchanlieferung in den verbleibenden Monaten bis Ende März 2015 auf das Vorjahresniveau sinken sollte, wäre mit einer Überlieferung in Höhe von mehr als 1 Mio. t zu rechnen und damit etwa mit einer Verdopplung im Vergleich zum Vorjahr.

Um die Überlieferungen auf das Vorjahresniveau von 588.000 t zu beschränken, wäre eine drastische Reduzierung der Anlieferungen notwendig, die bei dem höheren Milchkuhbestand und vergleichsweise guten Grundfuttervorräten nicht realistisch erscheint. Von gewissen Reduzierungen ist aber auszugehen, zumal sich weiter sinkende Milchpreise abzeichnen.
Die Höhe der Bundessaldierung, die für die Abgabenbelastung der Überlieferer eine entscheidende Rolle spielt, ist nicht prognostizierbar, da das Verhältnis von Unterlieferungen zu Überlieferungen im Voraus nicht bekannt ist. Die vermehrten Verkäufe von Quoten bei den letzten Börsenterminen legen aber nahe, dass Unterlieferer ihre Quoten verkauft haben und damit die Saldierungsmasse sinkt. Dies lässt eine höhere durchschnittliche Abgabenbelastung erwarten.   

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