DGE: Kinder wohl vegetarisch, aber nicht vegan ernähren

29. September 2011

DGE: Kinder wohl vegetarisch, aber nicht vegan ernähren

Zunächst muss laut Angaben der in Bonn ansässigen Gesellschaft bei der Bewertung dieser Entscheidung berücksichtigt werden, welche Form der vegetarischen Kost gewählt wird. Wenn die Wahl der Eltern oder Kinder auf eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ohne Fleisch und Fisch, aber mit Eiern und Milchprodukten, also auf die sogenannte ovo-lacto-vegetarische Ernährung (Anmerkung der LVN: = „klassische“ vegetarische Ernährung mit Milchprodukten und Eiern) falle, so könne dies als Dauerkost empfohlen werden, erklärte die DGE.

Sie hält hingegen eine rein pflanzliche Ernährung, bei der Kinder und Jugendliche komplett auf tierische Lebensmittel bis hin zu Honig verzichten, im gesamten Kindesalter „für ungeeignet“. „Je mehr die Lebensmittelauswahl eingeschränkt wird und je weniger abwechslungsreich die Ernährung ist, desto größer ist die Gefahr eines Nährstoffmangels“, erläuterte die DGE. Für vegan ernährte Säuglinge und Kinder könne es zu einer unzureichenden Zufuhr mit Energie, Protein, Eisen, Calcium, Jod, Zink, Vitamin B2, Vitamin B12 und Vitamin D kommen. Ferner bestehe die Gefahr, dass die Zufuhr langkettiger n-3 Fettsäuren zu gering sei. Bedingt durch das starke Wachstum und geringe Nährstoffspeicher steige dann das Risiko für die Entwicklung von Nährstoffmangelzuständen. Bei vegan ernährten Kindern seien zudem spezielle Kenntnisse der Lebensmittelauswahl und -zubereitung beziehungsweise die Sicherstellung der Versorgung durch angereicherte Lebensmittel oder Supplemente erforderlich. Ansonsten könnten die Entwicklung und die Gesundheit des Kindes Schaden nehmen, zum Beispiel durch Erschwerung der Blutbildung, Wachstumsverzögerungen und teilweise irreversiblen neurologischen Störungen.

AgE

Das könnte dich auch interessieren