Ergebnisse der 40. Milchquotenbörse vom 01. Juli 2013

04. Juli 2013

Ergebnisse der 40. Milchquotenbörse vom 01. Juli 2013

Für den Übertragungsbereich West ist ein Gleichgewichtspreis von 3 Cent/kg und für das Gebiet Ost von 2 Cent/kg ermittelt worden. Für das Übertragungsgebiet West ist das ein Anstieg um 2 Cent/kg gegenüber dem Preis vom April 2013 und im Übertragungsgebiet Ost um 1 Cent/kg. Der Gleichgewichtspreis West liegt gleichzeitig um 11 Cent unter dem Ergebnis vom letztjährigen Julitermin. Das Ergebnis des Handelstermins ist tabellarisch auf der 2. Seite dargestellt.

Insgesamt stand einem Gesamt-Angebot in Höhe von 170,4 Mio. kg eine Gesamt-Nachfrage von 790,5 Mio. kg gegenüber. Die Nachfrage übertraf also das Angebot um das 4,6-fache. Gehandelt wurden 167,1 Mio. kg. Das sind 34 % mehr als zum 2. April 2013 und 23 % mehr als zum 2. Juli 2012. Von den insgesamt 1.646 Anbietern waren 1.611 bzw. 97,8 % erfolgreich. Von den 4.739 Nachfragern kamen aber nur 2.336 (49,3 %) zum Zuge. Die Zahl der Börsenteilnehmer stieg im Vergleich zum letzten Termin um 33 % an.

Im Übertragungsgebiet West wurden bei einem Angebot von 130,9 Mio. kg und einer Nachfrage von 710,2 Mio. kg 127,7 Mio. kg gehandelt. Hier waren nur 35 Anbieter nicht erfolgreich, hatten also einen zu hohen Preis gefordert. Von den 4.615 Nachfragern kam mit 2.254 weniger als die Hälfte zum Zuge. Im Übertragungsgebiet Ost wurde die gesamte Angebotsmenge der 49 Anbieter in Höhe von 39,5 Mio. kg übertragen. Bei den Nachfragern waren 66 % erfolgreich.

Niedersächsische Milcherzeuger haben sich auch an diesem Börsentermin überproportional beteiligt. Auf sie entfallen von den 63,2 Mio. kg, die im Übertragungsstellengebiet Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hamburg gekauft wurden, 51,5 Mio. kg. So hält auch die Milchquotenwanderung von Süd nach Nord im Übertragungsgebiet West an. Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen und in geringerem Maße Rheinland-Pfalz haben Quoten hinzugekauft, alle anderen Bundesländer haben Quoten abgegeben, Bayern an diesem Übertragungstermin am stärksten. Im Übertragungsgebiet Ost haben dieses Mal Milcherzeuger in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und besonders Sachsen Quoten hinzugekauft.

Wegen der großen Nachfrage konnten die Kaufgesuche nur zum Teil erfüllt werden. Zum Gleichgewichtspreis besteht ein Nachfrageüberhang in Höhe von 57 %. In Niedersachsen werden zum Ausgleich aus der Landesreserve 1,19 Mio. kg unentgeltlich zugewiesen. Der effektiv zu zahlende Preis sinkt dadurch geringfügig auf 2,93 Cent/kg.

Die bei diesem Sommer-Quotentermin festgestellte leichte Erhöhung des Quotenpreises ist vor dem Hintergrund des Auslaufens der Milchquote zum 31. März 2015 eher nicht nachvollziehbar, zumal aktuell keine größere Quotenüberlieferung abzusehen ist. Auch als „Versicherungsprämie“ gegenüber einer möglichen Überliefersituation im letzten Quotenjahr 2014/2015 sind 3 Cent/kg eher als zu hoch anzusehen.

Beansprucht ein Pächter eines Milchpachtvertrages das Übernahmerecht, so sind an den Verpächter pro kg Quote 67 % des Gleichgewichtspreises zu zahlen: 2,01 Cent/kg. Dieser Übernahmepreis gilt für alle Pachtverträge, die in der Zeit vom 02.07.-02.11.2013 enden.

Der nächste Übertragungstermin findet am 4. November 2013 statt. Einreichungsfrist für die Angebote und Nachfragegebote ist der 1. Oktober 2013.

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