Ernährung in Deutschland unter der Lupe: Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und Jod mit Milch zu verbessern

21. Februar 2013

Ernährung in Deutschland unter der Lupe: Versorgung mit Vitamin D, Kalzium und Jod mit Milch zu verbessern

Die Vitamin D-Versorgung stellt vor allem bei 15-19-jährigen Jugendlichen ein Problem dar. Jungen nehmen 1,8 µg und Mädchen lediglich 1,3 µg am Tag auf. Als wünschenswert sieht die DGE eine tägliche Aufnahme über die Nahrung von 5 µg. Die DGE merkt jedoch an, dass der Versorgungszustand schwer zu beurteilen ist, da der Großteil des Vitamin D-Bedarfs über die UV-Strahlung der Sonne gedeckt wird. In sehr geringen Mengen ist Vitamin D auch in Fettfischen, Eiern, Pilzen, Milch und Milchprodukten enthalten. Es bleibt aber dabei, dass die Bewegung an frischer Luft den Vitamin D-Haushalt am effektivsten unterstützt. Diese Problematik betrifft vor allem ältere Menschen, die immobil sind und nur noch selten das Haus verlassen. An dieser Stelle ist eine Vitamin D-Supplementation anzuraten, um das Frakturrisiko zu senken.

Auch die Kalzium-Zufuhr ist in der gesamten Bevölkerung zu gering. Auffällig niedrige Werte zeigen besonders weibliche Jugendliche, Seniorinnen und Senioren. Milch und Milchprodukte stellen die Kalzium-Quelle Nr. 1 unter den Lebensmitteln dar. Mit drei Portionen aus dieser Lebensmittelgruppe pro Tag ließe sich eine ausreichende Kalziumversorgung sicherstellen.?

Während im Ernährungsbericht aus dem Jahre 2008 noch von einer Verbesserung der Jodversorgung bei Schulkindern die Rede war, spiegelt der aktuelle Bericht eine allmähliche Verschlechterung des Jodstatus wider. Dies kann damit begründet werden, dass es in den letzten Jahren zu einem Rückgang der Jodsalzverwendung in der Lebensmittelindustrie gekommen ist. Jodmangel führt zu einer eingeschränkten kognitiven Leistungsfähigkeit, weshalb unbedingt Prophylaxe-Maßnahmen zu ergreifen sind.

Die DGE empfiehlt, ein- bis zweimal in der Woche Seefisch wie Seelachs oder Kabeljau zu essen. Verbraucher sollten bevorzugt zu mit Jodsalz hergestelltem Brot, Backwaren, Käse und Fleischprodukten greifen. Auch in Milch und Milchprodukten ist Jod enthalten.

LVN/Strassemeyer

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