Exportklima der Ernährungsindustrie so gut wie noch nie
Der entsprechende Indexwert kletterte bei der Befragung im Mai auf 45 Punkte; das bedeutet eine Steigerung um 4 Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr und sogar um 6 Prozentpunkte gegenüber Mai 2010. Die deutsche Ernährungsindustrie exportierte 2013 Lebensmittel im Wert von 53,6 Mrd. Euro; das waren 4,3 % mehr als 2012. Fast 80 % der Ausfuhren gingen in die EU. Die wertmäßig erfolgreichsten Exportgüter waren Fleisch- und Milchprodukte sowie Süßwaren und Getränke. Die wichtigsten Absatzmärkte sind nach Einschätzung der Unternehmen aktuell Frankreich, die Niederlande, Italien und Österreich. Das Wiedererstarken der europäischen Konjunktur verbessert laut BVE auch die Absatz-erwartungen in den wichtigen Exportmärkten der Ernährungsindustrie. Im Mai 2014 erwartete die Mehrzahl der befragten Lebensmittelexporteure für die kommenden sechs Monate leichte positive Zuwächse im EU-Ausfuhrgeschäft. Besonders zuversichtlich zeigten sich die Unternehmen dabei für den Absatz in Frankreich, Großbritannien, Österreich und den Niederlanden.
Besonders kauf- und konsumfreudige Märkte außerhalb der EU versprechen der BVE zufolge hohe Wachstumsraten. Die bedeutendsten Absatzmärkte waren nach Einschätzung der Lebensmittelexporteure zuletzt China, die USA und die Schweiz, wobei die größten Zuwächse weiterhin für das Exportgeschäft in China erwartet werden. Gedämpfte Erwartungen hegen die Lebensmittelexporteure aufgrund der geopolitischen Entwicklungen für Russland. Insgesamt sieht die BVE im Handel mit Drittstaaten durch zusätzliche Einfuhrbestimmungen die Markterschließung deutlich erschwert. Dessen ungeachtet stieg der Anteil der Unternehmen, die in Nicht-EU-Länder exportierten, gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert um 3 Prozentpunkte.
Hohe Erwartungen hegt die deutsche Ernährungsindustrie an das geplante Transatlantische Investitions- und Freihandelsabkommen (TTIP) mit den USA. Die Unternehmen rechnen über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg mit Mehrexporten sowie positiven Anreizen für Beschäftigung, Innovationen und Investitionen. Gleichzeitig setzen die Unternehmen auf sinkende Kosten und einen geringeren Bürokratieaufwand im US-Exportgeschäft.
AgE
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