Gemischte Aussichten für Australiens Milchbranche
Die Landwirte sind aber nach wie vor relativ optimistisch. So waren ebenso wie zum entsprechenden Vorjahreszeitpunkt rund zwei Drittel der Milchviehhalter zuversichtlich für die Zukunft ihrer Branche. Diese Bauern gehen von besseren Milchpreisen und von einer weiterhin stabilen Nachfrage nach Milchprodukten aus. Dairy Australia selbst hat eine recht optimistische Prognose für das am 1. Juli beginnende neue Milchwirtschaftsjahr herausgegeben. So rechnen die Marktexperten im Mittel des neuen Wirtschaftsjahres mit einem Erzeugerpreis von 5,00 A$ (3,42 Euro) bis 5,40 A$ (3,69 Euro) pro Kilogramm Milchfeststoff, womit das zum Auftakt der Saison erwartete Preisniveau um knapp 14 % überschritten wird. Die Milchfeststoffeinheit besteht aus einer Fett- und einer Proteinkomponente. Geteilt durch den Faktor 13,50 erhält man die Entsprechung pro Liter, womit Dairy Australia einen Milchpreis von mindestens 25 Cent/l erwartet. Zugrunde gelegt werden dabei konstante Weltmarktpreise für Milchprodukte und ein stabiler Wechselkurs des australischen Dollars. Auf den aktuell relativ hohen Außenwert der Landeswährung zurückzuführen ist allerdings, dass die Chancen der Molkereien im Export begrenzt bleiben. „Die Nachfrage nach Käse bleibt aus Japan schwach“, erklärte Dairy Australia zum erwarteten Bedarf eines wichtigen asiatischen Kunden. Dairy Australia wies aber auch auf die wichtige Rolle Chinas als Milchpulverabnehmer hin, wo sich für die Anbieter vom Fünften Kontinent auch bei Spezialprodukten, beispielsweise bei Babynahrung, Chancen ergäben.
Als stabil hat sich die Nachfrage seitens heimischer Kunden für die australischen Molkereien erwiesen. Dies hat dazu geführt, dass sich die Preise für australischen Käse im Exportgeschäft einerseits und auf dem heimischen Markt andererseits seit Jahresanfang gegenläufig entwickelt haben. Während die Exporteure Zugeständnisse machen mussten, waren die Abgabepreise für den australischen Lebensmitteleinzelhandel im Aufwind. Dairy Australia sieht denn auch den heimischen Markt als „relativ sicheren Hafen“ für die Milchverarbeiter, der stabiles Wachstum ohne die extremen Höhen und Tiefen der internationalen Märkte biete. Zunehmende Mengen, mittlerweile rund 55 % des Milchaufkommens, gingen auf den australischen Markt.
„Firmen, die den heimischen Markt bedienen, sind angesichts der knappen Angebotssituation und vor dem Hintergrund verbesserte Export-möglichkeiten gut positioniert, um verbesserte Margen herauszuholen“, betonte der Geschäftsführer des Branchenverbandes, Ian Hallliday.
AgE
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