Höhere Ladenpreise bringen Umsatzplus

26. April 2018

Höhere Ladenpreise bringen Umsatzplus bei Milchprodukten

Die im Vorjahresvergleich weiter gestiegenen Preise wirkten sich weiterhin nicht negativ auf den Absatz aus. Auch Konsummilch war in den ersten drei Monaten des aktuellen Jahres im Plus. Die übrigen Produkte verloren hingegen an Menge, bei Butter war dies am stärksten der Fall. Auf Grund der höheren Preise legte jedoch der Umsatz bei allen Produkten in den ersten Monaten von 2018 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahres zu.

Kalendereffekt führt zu Mengenverschiebungen
Hinsichtlich der für das erste Quartal dargestellten Mengenentwicklungen kamen allerdings im Zuge der Lage der Ostertage im März deutliche Mengeneffekte zum Tragen. Da die Einkäufe im Vorfeld der Feiertage im vergangenen Jahr im April und in diesem Jahr im März stattfanden, ergaben sich beispielweise bei Konsummilch und Käse starke Anstiege. Im Januar und Februar waren bei diesen Produkten hingegen nur geringfügige Zuwächse zu verzeichnen. Bei Butter führte im März derselbe Effekt zu einer Abschwächung des Rückganges. Mit Einbeziehung der Daten für April dürften sich die Mengenverschiebungen relativieren, was voraussichtlich insgesamt wieder zu geringeren Zuwächsen bei Konsummilch und Käse führen wird. Bei Butter könnte der Rückgang im Gegenzug erneut stärker ausfallen.

Butternachfrage leidet am stärksten unter dem Preisanstieg
Nach wie vor am deutlichsten fiel der Mengenrückgang bei der Butter aus. Die zu Jahresbeginn um knapp ein Fünftel über dem Vorjahresniveau liegenden Ladenpreise führten zu einem spürbaren Rückgang bei den Einkäufen der privaten Haushalte um gut 5 %. Im Januar, der traditionell ein schwacher Nachfragemonat ist, belief sich der Rückgang auf 13 %. Der Februar unterschritt die Vorjahresmarke um knapp 4 %. Der Ostereffekt hob den März auf knapp unter die Vorjahresmenge an. In der Summe setzte sich aber der starke Rückgang fort.

Milchprodukte auf vergleichsweise hohem Preisniveau
Bereits seit Mitte 2016 zeigen die Preise für Milcherzeugnisse im Laden eine steigende Tendenz. Im Herbst des vergangenen Jahres gipfelte dies im Preiseinstiegssegment mit Rekordpreisen für Formbutter. Der Abschwächung über den Jahreswechsel folgte ab März 2018 ein erneuter Anstieg. Käse und Milchfrischprodukte waren nach den Anstiegen im Herbst 2017 bis ins zweite Quartal 2018 auf dem erhöhten Niveau stabil. Bei Schnittkäse erfolgte allerdings im April eine Korrektur nach unten. Trinkmilch dürfte im Mai folgen.

AMI

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