Kein einheitliches Bild bei Antibiotikaresistenzen

Kein einheitliches Bild bei Antibiotikaresistenzen

Demnach ist die Häufigkeit des methicillin-resistenten Bakteriums Staphylococcus aureus (MRSA) abhängig von der Tierart. Am häufigsten finden sich MRSA beim Schwein mit einem Anteil von 67 % der untersuchten Proben. Beim Nutzgeflügel liegt dieser Anteil dagegen lediglich bei 17 %. Erreger, die Extended-Spectrum- ß -Lactamase (ESBL) bilden und damit gegen die für die Behandlung beim Menschen wichtige Wirkstoffklasse der neueren Cephalosporine Resistenzen zeigen, wurden in 30 % der Proben von Kälbern nachgewiesen, gefolgt von Mastrindern und Milchkühen sowie Schweinen und Geflügel.

Das BVL erhebt seit dem Jahr 2001 jährlich Resistenzdaten zu tierpathogenen Bakterien im Rahmen des Resistenzmonitorings GERM-Vet. Diese ermöglichen es, koordinierende Maßnahmen zu formulieren und Tierärzten Entscheidungshilfen zur kalkulierten Therapie zu geben. Außerdem gehen die Daten in die Zulassungsverfahren von Tierarzneimitteln ein. Im Berichtszeitraum 2016 wurden insgesamt 2.427 Isolate untersucht.
Auszug aus AgE

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